{"id":420,"date":"2012-02-27T16:08:18","date_gmt":"2012-02-27T16:08:18","guid":{"rendered":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420"},"modified":"2018-11-26T16:07:49","modified_gmt":"2018-11-26T08:07:49","slug":"das-prinzip-der-grosen-zahl-im-tibetischen-buddhismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420","title":{"rendered":"Das Prinzip der gro\u00dfen Zahl im tibetischen Buddhismus"},"content":{"rendered":"<p><!-- Google Analytics --><br \/>\n<script>\n(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){\n(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),\nm=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)\n})(window,document,'script','https:\/\/www.google-analytics.com\/analytics.js','ga');<\/p>\n<p>ga('create', 'UA-33539497-1', 'auto');\nga('send', 'pageview');\n<\/script><!-- End Google Analytics --><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die tibetischen Buddhisten glauben, da\u00df der Mensch ein in fr\u00fcheren Leben erworbenes Guthaben an frommen Werken auf die Welt mitbringe, denn die \u201eAnsammlung\u201c (tshogs bsags pa), so sagen sie, entscheide im Kreislauf der Wiedergeburten \u00fcber die n\u00e4chste Existenz einer Seele. Der abgeschiedenen Seele sind sechs Formen k\u00fcnftigen Daseins m\u00f6glich, drei gelten als leidlich gut, drei als schlecht. Zur guten Seite z\u00e4hlen die Menschen, die G\u00f6tter und Halbg\u00f6tter, zur schlechten die Tiere, die umherschweifenden, immer von Hunger gepeinigten Gespenster und die Verdammten in den acht hei\u00dfen und den acht kalten H\u00f6llen. Welchen Platz genau eine Seele schlie\u00dflich einnimmt, dar\u00fcber entscheidet allein das Ma\u00df ihrer Verdienste oder, nach der negativen Seite hin, das Ma\u00df ihrer Verbrechen. Kein Richter hat an der Entscheidung teil. Vielmehr schl\u00fcpft die Seele ganz zwangsl\u00e4ufig in die Existenz, die dem Stande ihres Guthabens oder ihrer Schuld entspricht. Gebietet sie endlich \u00fcber einen unerme\u00dflichen Hort guter Werke, hat sie ein Anrecht auf die Buddhaschaft und kann dem Kreislauf der Wiedergeburten entfliehen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erkl\u00e4rlich also, da\u00df der lamaistische Gl\u00e4ubige vor allem w\u00fcnscht, im Laufe seines Lebens eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Zahl guter Werke f\u00fcr sich zu verbuchen. Dabei leitet ihn oft weniger der Gedanke an das abstrakte Nirvana, als vielmehr die Hoffnung, auf der n\u00e4chsten Etappe der Seelenwanderung eine g\u00fcnstigere irdische Existenz zu erreichen oder gar in das \u201eLand der Gl\u00fcckseligkeit\u201c (bde ba can) zu finden, von dem die buddhistischen Traktate so viel Erbauliches zu berichten wissen. Auch die Furcht, aus dem Haben ins Soll zu geraten und dann als Tier, Hungergespenst oder H\u00f6llenwesen aufs Rad des Lebens geflochten zu werden, peinigt ihn und l\u00e4\u00dft ihn nach religi\u00f6sen Verdiensten streben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um zu messen, wie das eigene religi\u00f6se Kapital w\u00e4chst, greift der Gl\u00e4ubige zum Rosenkranz. Die tibetischen Rosenkr\u00e4nze unterscheiden sich voneinander durch ihre Perlen, die aus Glas, rotem Sandelholz, Korallen, Bernstein, Muschelschalen oder auch aus menschlichen Sch\u00e4delknochen gefertigt sein k\u00f6nnen. Meist sind 108 solcher Perlen auf eine Schnur gereiht, an die zwei \u201eZahlh\u00fcter\u201c (grangs &#8218;dzin) gekn\u00fcpft werden<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-1' id='fnref-420-1' onclick='return fdfootnote_show(420)'>1<\/a><\/sup>. Die Zahlh\u00fcter, Schn\u00fcre mit jeweils zehn kleinen Metallringen, erm\u00f6glichen es, am Rosenkranz 10.800 (108 x 10 x 10) Gebete mitzuz\u00e4hlen, ohne da\u00df die st\u00e4ndige Addition in der Aus\u00fcbung des frommen Werkes zu st\u00f6ren vermag. Sind 108 Gebete gesprochen, registriert man das durch einen ans Ende der Schnur gestreiften Ring. Nach 10 x 108 Rezitationen schiebt man die Ringe des ersten Zahlh\u00fcters wieder zur\u00fcck und ersetzt sie durch einen Ring am zweiten Zahlh\u00fcter. Auch ein eifriger, ge\u00fcbter Lama wird das numerische Volumen seines Rosenkranzes selten ganz aussch\u00f6pfen; aber Tag f\u00fcr Tag f\u00fcnftausendmal das Mani-Mantra an den Kranzperlen abzubeten, ist schon \u00fcblich unter M\u00f6nchen, wo doch selbst der buddhistische Laie es schafft, das eigene Guthaben wenigstens um ein paar hundert Gebete t\u00e4glich zu vermehren. Das Mani-Mantra gilt als besonders heilswirksam, daher seine weite Verbreitung: \u201eOm mani padme hum\u201c (Oh, du Kleinod in der Lotosblume) hei\u00dft es millionenfach gedruckt auf Gebetsfahnen, in den Fels gemei\u00dfelt oder auch eingraviert in Steinbrocken, die zu massigen Mauern aufeinandergeschichtet sind. Je nach Verm\u00f6gen tragen die Gl\u00e4ubigen dazu bei, die heiligen Signale in der Landschaft zu vermehren, sei es durch einen einzigen Mani-Stein, den der arme Hirte bei einem Lama erwirbt, oder sei es durch weithin sichtbare Felsinschriften, die der reiche Viehz\u00fcchter in Auftrag gibt. Von den Mani-Mauern, die im westlichen Tibet lange Wegstrecken begleiten, sind viele das Werk lokaler Herrscher. Ein gewisser K\u00f6nig\u00a0<em>Seng ge rnam rgyal<\/em>\u00a0zeichnete sich hier in erster Reihe als Stifter aus. \u00dcber ihn berichtet die Chronik von Ladakh, er habe etliche Konventikel zu je 108 M\u00f6nchen verpflichtet, an verschiedenen Orten seines Reiches hundertmillionemnal im Jahr die Formel \u201eOm mani padme hum\u201c zu beten. Auch habe er drei Mauern mit insgesamt hundert Millionen Mani-Steinen errichten lassen<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-2' id='fnref-420-2' onclick='return fdfootnote_show(420)'>2<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" title=\"N\u00e4chste Seite \u2026\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif?w=584\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/>Selbst unbearbeitete Steine k\u00f6nnen zu einem Monument der Verdienstlichkeit zusammengetragen werden. Auf den Pa\u00dfh\u00f6hen, an Quellen und Br\u00fccken w\u00f6lben sich H\u00fcgel, \u201eHunderttausend Steine\u201c (rdo &#8218;bum) genannt, in denen h\u00f6lzerne Stangen stecken. Reisende bringen Steine von weit her, um sie an einer bestimmten Stelle abzulegen, und so finden sich unter den \u201eHunderttausend Steinen\u201c auf einer Pa\u00dfh\u00f6he viele wei\u00dfe Bachkiesel, die aus einem Gew\u00e4sser im Tal stammen. An den Stangen befestigen die Passanten einfache T\u00fccher und Gebetsfahnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Baulichkeiten, die in gro\u00dfer Zahl entstanden, um W\u00fcnsche nach frommen Werken zu erf\u00fcllen, geh\u00f6ren schlie\u00dflich noch die Ch\u00f6rten (mchod rten)<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-3' id='fnref-420-3' onclick='return fdfootnote_show(420)'>3<\/a><\/sup>. Sie gelten als Symbole der kosmischen Ordnung, und in ihnen werden etwa die Asche eines Heiligen oder Dinge aus seinem Besitz aufbewahrt. Meistens jedoch besteht der Inhalt solcher Reliquiare aus buddhistischen Schriften, Tontafeln oder geweihten Ger\u00e4tschaften. Im Laufe eines Jahrtausends \u00fcberzogen die Tibeter ihr Felsenland mit einer Myriade von Heiligt\u00fcmern. So schufen sie sich eine Landschaft, in der die Einf\u00f6rmigkeit der kargen Hochebene von mannigfaltigen Ornamenten durchbrochen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gl\u00e4ubige kann, auch wenn er nicht \u00fcber Reicht\u00fcmer verf\u00fcgt, in kurzer Zeit millionenfach religi\u00f6se Verdienste erwerben. Die Gebetsm\u00fchle hilft ihm dabei; \u00fcblich ist ein handliches Ger\u00e4t, auf dessen Griff ein geschlossener bosselierter Zylinder steckt, gef\u00fcllt mit einem langen, beschrifteten Papierstreifen. Auf dem Streifen steht so oft wie nur m\u00f6glich das Mani-Mantra. In den Kl\u00f6stern gibt es fest verankerte Vorrichtungen, hohe drehbare Tonnen, die m\u00e4chtige Schriftrollen enthalten. Hundertmillionenfach finden sich die sechs mystischen Silben auf Schriftrollen, die gut drei\u00dfig Zentner wiegen k\u00f6nnen. Selbst ganze Bibliotheken buddhistischer Literatur werden gelegentlich in Gebetstonnen gestapelt; eine sinnreiche Mechanik erleichtert den Antrieb und ein Gl\u00f6ckchen assistiert beim Z\u00e4hlen. Mit jeder Drehung, in die der Gl\u00e4ubige die Trommel versetzt, darf er die Summe der darin bewahrten Gebetsformeln als Gewinn f\u00fcr seine Seele verbuchen. Er kann dazu auch wind- oder wassergetriebene Gebetsm\u00fchlen unterhalten, oder er z\u00fcndet eine Butterlampe an, deren aufsteigende W\u00e4rme einen mit Mani-Mantras bedruckten Papierschirm antreiben soll. Noch bauen die Tibeter in ihre Gebetsm\u00fchlen keine Motoren ein, wie Filchner das einst halb sp\u00f6ttisch, halb im Ernst vorauszusehen behauptete, doch sieht man heute zuweilen unter den rotierenden Papierschirmen anstelle eines Butterl\u00e4mpchens eine bemalte Gl\u00fchbirne brennen<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-4' id='fnref-420-4' onclick='return fdfootnote_show(420)'>4<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da\u00df die so erworbene \u201eAnsammlung\u201c als durchaus pers\u00f6nliches Eigentum begriffen wird, illustriert eine Anekdote, die Evariste R\u00e9gis Huc berichtet. Huc beobachtete einmal zwei Lamas, von denen der erste m\u00fchsam eine Gebetstonne in Bewegung gesetzt und sich dann in seine Zelle verf\u00fcgt hatte. Der zweite Lama kam hinzu und stoppte die kreisende Tonne, um sie dann auf eigene Rechnung wieder anzuschieben. Nun w\u00e4re daraus fast ein b\u00f6ser Streit zwischen den frommen M\u00e4nnern entstanden, h\u00e4tte nicht ein alter Lama eingegriffen und den Zwist geschlichtet, indem er die Tonne zu Gunsten beider Kontrahenten in Schwung brachte<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-5' id='fnref-420-5' onclick='return fdfootnote_show(420)'>5<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freilich resultiert der Wert einer \u201eAnsammlung\u201c nicht nur aus der Menge, sondern auch aus der Beschaffenheit der Verdienste. Da gibt es pr\u00e4zise Vorstellungen. So entwickelte sich ein abgestuftes Ritual der Demut, nach Schwierigkeit in einfacher Verbeugung, Kniefall und Fu\u00dffall unterteilt. Die Verbeugung: der Gl\u00e4ubige neigt mit ausgestreckten Armen den Kopf, bis Stirn und H\u00e4nde ein Sims ber\u00fchren (die drei Ber\u00fchrungen). Der Kniefall: der Gl\u00e4ubige f\u00e4llt auf die Knie und ber\u00fchrt mit Stirn und H\u00e4nden den Boden (die f\u00fcnf Ber\u00fchrungen). Und der Fu\u00dffall: der Gl\u00e4ubige wirft sich nieder, so da\u00df er flach daliegt und mit Stirn, Mund, den H\u00e4nden, Brust, Bauch und den Knien die Erde ber\u00fchrt (die acht Ber\u00fchrungen)<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-6' id='fnref-420-6' onclick='return fdfootnote_show(420)'>6<\/a><\/sup>. Vor manchen Klosterhallen sind niedere Holzb\u00fchnen errichtet; die tiefen, in die Bretter eingeschliffenen Mulden zeugen vom frommen Eifer jener M\u00f6nche und Pilger, die sich hier einige tausendmal t\u00e4glich den m\u00fchseligen Fu\u00dff\u00e4llen unterzogen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Lhasa war es \u00fcblich (und neuerdings lebt dieser Brauch wieder auf), da\u00df die ankommenden Pilger die Stra\u00dfe, die um den Stadtkern f\u00fchrt und die alte \u201eKathedrale\u201c (Jo khang) einfa\u00dft, der L\u00e4nge nach mit dem K\u00f6rper ausmessen und im Tempelhof die Fu\u00dff\u00e4lle bis zur Ersch\u00f6pfung wiederholen. Der Weg um die Kathedrale ist eine popul\u00e4re, wenn auch nicht die einzige im Ritual vorgesehene \u201eUmkreisung\u201c (bskor ba). Alles Heilige eignet sich zum Rundgang: schlichte Dorfschreine, weitl\u00e4ufige Klosteranlagen, Statuen, Schriften, Opfergaben, Berge und Seen, auch M\u00f6nche k\u00f6nnen dabei Mitte sein; umrundet werden vor allem die Ch\u00f6rten. Das Heiligtum zur Rechten, den Rosenkranz, vielleicht auch eine Gebetsm\u00fchle, in der Hand zieht der Gl\u00e4ubige seine Kreise. Es kommt vor, da\u00df er dabei ein Pferd oder ein anderes Tier, dem er zu frommen Werken verhelfen will, mitf\u00fchrt. Da die Objekte der Verehrung so zahlreich sind, bieten sich den Tag \u00fcber genug Gelegenheiten, ein paar Runden zu drehen und die \u201eAnsammlung\u201c geschwind zu vermehren. Die korrekte Buchhaltung der Seele erfordert, da\u00df der Gl\u00e4ubige wie \u00fcblich sein Gebet am Rosenkranz registriert, die Umkreisungen jedoch z\u00e4hlt er mit Kieselsteinen, die er nach jeder vollendeten Runde auf einen Haufen wirft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl er das Schicksal seiner Seele der eigenen Verdienstlichkeit zuschreibt, rechnet der Gl\u00e4ubige doch auch fest mit der Gnade der Bodhisattvas, die ihn im Kreislauf der Wiedergeburten vor Unheil bewahren m\u00f6ge. So richten sich seine Hoffnungen namentlich auf\u00a0<em>Spyan ras gzigs<\/em>.<em>\u00a0Spyan ras gzigs<\/em>, hei\u00dft es in der lamaistischen Literatur, ist der m\u00e4chtigste Bodhisattva. Einst habe er vor 11 x 10,000.000 Buddhas geschworen, alle Gesch\u00f6pfe zu erl\u00f6sen, mit dem Eid, der Sch\u00e4del m\u00f6ge ihm zerspringen, wenn er in seinem Plan scheitere. Wie aus einern eisernen Kasten befreit, seien die Seelen daraufhin ins Nirvana entronnen. Doch als der Retter schlie\u00dflich sein Erl\u00f6sungswerk f\u00fcr vollbracht hielt, merkte er, wie immer neue Seelen nachdr\u00e4ngten, und er begriff, da\u00df das Leiden ewig w\u00e4hrt. Da barst sein Sch\u00e4del in hundert St\u00fccke. Der Buddha\u00a0<em>&#8218;Od dpag med<\/em>\u00a0schritt freilich ein und formte aus den Sch\u00e4delfragmenten elf K\u00f6pfe, die er dem Rumpf des\u00a0<em>Spyan ras gzigs<\/em>\u00a0aufsetzte. Und<em>\u00a0Spyan ras gzigs<\/em>\u00a0sprach: \u201eDarf ich, der ich nicht f\u00e4hig war alle Gesch\u00f6pfe aus dem Kreislauf der Wiedergeburten herauszul\u00f6sen, um tausend H\u00e4nde und tausend Augen bitten, tausend H\u00e4nde wie von tausend Weltherrschern und tausend Augen wie die der tausend Buddhas unserer Epoche, um so allen Gesch\u00f6pfen dienen zu k\u00f6nnen<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-7' id='fnref-420-7' onclick='return fdfootnote_show(420)'>7<\/a><\/sup>.\u201c\u00a0<em>&#8218;Od dpag med<\/em>\u00a0erf\u00fcllte ihm diesen Wunsch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" title=\"N\u00e4chste Seite \u2026\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif?w=584\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/>In den Mythos des tausendarmigen, tausend\u00e4ugigen Schutzheiligen sind alle Vorstellungen verwoben, die unser Prinzip begr\u00fcnden.\u00a0<em>Spyan ras gzigs<\/em>\u00a0verk\u00fcndete das Mani-Mantra als eine Formel, die Silbe um Silbe die Aufenthalte der Seele im Kreislauf der Wiedergeburten verschlie\u00dfe<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-8' id='fnref-420-8' onclick='return fdfootnote_show(420)'>8<\/a><\/sup>. Heilwirksam wie das \u201eOm mani padme hum\u201c sein mag, soll es doch auch unaufh\u00f6rlich daran erinnern, da\u00df selbst der M\u00e4chtigste unter den Erleuchteten das eiserne Gesetz der Seelenwanderung nicht aufheben kann. Freilich heftet der Gl\u00e4ubige seine Erwartungen nicht nur an den einen Bodhisattva;\u00a0<em>Spyan ras gzigs<\/em>\u00a0ragt aus einer Heerschar von Schutzheiligen hervor, die allesamt mithelfen, die leidende Kreatur zu erl\u00f6sen. Der lamaistische Kultraum widerspiegelt das f\u00fcr gew\u00f6hnlich in der F\u00fclle seiner dicht an dicht stehenden Statuen, die eine geschlossene Formation im Kampf um die Rettung der Seelen zu bilden scheinen. Die vielen Statuen beieinander, ihr Gu\u00df, manche reichen in den hohen Tempelhallen bis unter die Decke, andere hingegen exzellieren durch Vielarmigkeit oder auch durch mehrere H\u00e4upter, verleihen der tibetischen buddhistischen Skulptur ihr eigent\u00fcmliches Gepr\u00e4ge<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-9' id='fnref-420-9' onclick='return fdfootnote_show(420)'>9<\/a><\/sup>. Auch die Malerei steht im Bann der gro\u00dfen Zahl und versammelt auf den Rollbildern (thang ka) und Wandgem\u00e4lden manchmal ein ganzes Pantheon von Schutzheiligen, auf Rollbildern gelegentlich, deren Abmessungen die f\u00fcnfzig Meter im Geviert \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Prinzip der gro\u00dfen Zahl gilt f\u00fcr M\u00f6nche und Laien. W\u00e4hrend sich aber die M\u00f6nche ganz der \u201eAnsammlung\u201c widmen k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Laien ihr frommes Tun dem Broterwerb unterordnen. Der Lamaismus weist nun den Laien einen Weg, ihr karges religi\u00f6ses Verdienst doch noch aufzubessern: sie sollen \u201eGabenherren\u201c (sbyin bdag) sein. \u201eGabenherr\u201c sein hei\u00dft, die M\u00f6nchsgemeinde nach Kr\u00e4ften wirtschaftlich zu unterst\u00fctzen, f\u00fcr ihren Erhalt zu sorgen und Kinder, S\u00f6hne vor allem, zum Klosterleben zu bestimmen, (T\u00f6chter stehen dabei weniger hoch im Kurs; Nonnen gab es in Tibet immer nur wenige). In der traditionellen lamaistischen Gesellschaft war es wohl die Regel, da\u00df die mit mehreren S\u00f6hnen gesegnete Familie nur einen Knaben bei sich gro\u00dfzog, die anderen aber einem Kloster \u00fcberantwortete. Zu Anfang des siebzehnten Jahrhunderts beobachtete der erste europ\u00e4ische Reisende in Tibet, der katholische Missionar Andrade: \u201eLambas seynd ihre Pfaffen, deren haben sie eine gro\u00dfe Anzahl &#8230; ein Vatter der zween S\u00f6hn hat, macht den einen zu einem Lamba<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-10' id='fnref-420-10' onclick='return fdfootnote_show(420)'>10<\/a><\/sup>.\u201c Ein genaueres Bild davon, wie sich Geistlichkeit und Laien statistisch aufteilten, zeigt eine im Jahre 1737 von der chinesischen Regierung veranstaltete Volksz\u00e4hlung. Man z\u00e4hlte in Tibet 127.190 weltliche Haushalte und 316.200 Lamas, ein Verh\u00e4ltnis also von zehn Haushalten zu f\u00fcnfundzwanzig M\u00f6nchen<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-11' id='fnref-420-11' onclick='return fdfootnote_show(420)'>11<\/a><\/sup>. Diese eigenartige Bev\u00f6lkerungsstruktur blieb bis zur kommunistischen Macht\u00fcbernahme im wesentlichen erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur wenige M\u00f6nche sorgten selbst f\u00fcr ihren Unterhalt. Die meisten verlie\u00dfen sich v\u00f6llig auf die \u201eGabenherren\u201c, welche nicht blo\u00df die n\u00f6tige Nahrung, sondern auch alle Kostbarkeiten herbeischafften, die das Land zu bieten hatte. In den \u00e4lteren Berichten aus Tibet erw\u00e4hnen die Verfasser immer wieder erstaunt, da\u00df die Bauern und Hirten einen Gutteil ihrer kargen Eink\u00fcnfte freiwillig in die Kl\u00f6ster tragen. Ippolito Desideri notierte sich die reichen Gaben, die w\u00e4hrend einer Festlichkeit in Lhasa ausgestellt und dann an die Lamas verteilt wurden. Er merkte dazu an: \u201eWas das alles kostet, kann nur jemand wissen, der in Tibet gewesen ist; ich aber will keine Summe nennen, damit man mich nicht der \u00dcbertreibung beschuldige<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-12' id='fnref-420-12' onclick='return fdfootnote_show(420)'>12<\/a><\/sup>.\u201c Pater Huc wiederum nannte die tibetischen Kl\u00f6ster \u201eungeheure Aufnahmebecken, in welche alle Reichth\u00fcmer der gro\u00dfen mittelasiatischen L\u00e4nder aus tausend Kan\u00e4len einm\u00fcnden<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-13' id='fnref-420-13' onclick='return fdfootnote_show(420)'>13<\/a><\/sup>.\u201c Zweifach also unterwarf sich der fromme Laie dem Prinzip der gro\u00dfen Zahl: einmal durch religi\u00f6se \u00dcbungen, dann aber vor allem durch Arbeit, von deren Ertrag m\u00f6glichst viel der M\u00f6nchsgemeinde zugute kommen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vorstellung vom Gl\u00e4ubigen, der bei seinem Tode \u00fcber ein bestimmtes Guthaben frommer Werke gebiete, woran seine Seele gemessen werde, zeichnet nicht nur den Lamaismus aus, sie findet sich ebenso in den \u00fcbrigen buddhistischen Schulen, auch im Hinduismus, im Islam und im Katholizismus, in allen Religionen n\u00e4mlich, die zum Kult den Rosenkranz verwenden. Das Bekenntnis zur Werkheiligkeit ist also weit verbreitet. Und doch konnte nur die lamaistische Lehre dem Prinzip der gro\u00dfen Zahl uneingeschr\u00e4nkt Geltung verschaffen. Zum Unterschied: im zw\u00f6lften Jahrhundert f\u00fchrte die r\u00f6mische Kirche den Rosenkranz ein, zu einer Zeit, als sie die Werkheiligkeit hervorzuheben und den Abla\u00dfhandel einzurichten begann. Fraglos gelang es dem Klerus damals, das Volk zu gr\u00f6\u00dferer Verdienstlichkeit anzuspornen. Da\u00df aber der Eifer gewisse Grenzen einhielt, ergab sich aus einem Glauben, der die guten Werke als ein Abtragen von S\u00fcnde begreift; ist die Schuld erst einmal getilgt, braucht der Mensch nicht mehr um sein Seelenheil zu f\u00fcrchten. Die g\u00fcnstigen Angebote im Abla\u00dfhandel, vor allem die preiswerten Generalabl\u00e4sse, versetzten den Christen des sp\u00e4ten Mittelalters in eine behagliche Lage, verglichen mit dem Los des Buddhisten, der unentwegt Verdienste auft\u00fcrmen mu\u00df, um f\u00fcr k\u00fcnftige Wiedergeburten ger\u00fcstet zu sein.<br \/>\nWo immer auch in b\u00e4uerlichen Gesellschaften die Werkheiligkeit gepredigt wurde, keimte ein Konflikt zwischen Religion und Staat. Der Staat widersetzte sich einer Lehre, die das Volk durch fromme \u00dcbungen von der Arbeit abhielt und ihm Bauern, Hirten, Handwerker und Soldaten entzog, M\u00e4nner, die dann in Beschaulichkeit als M\u00f6nche lebten. Wenn der Zwiespalt offen ausbrach, versuchte der Staat die religi\u00f6sen Wucherungen durch eine S\u00e4kularisation zu beschneiden, in buddhistischen L\u00e4ndern oft durch die Entfernung \u201eunw\u00fcrdiger\u201c M\u00f6nche aus den Konventen und Enteignung der Klosterg\u00fcter, des Grundbesitzes zumal und der metallenen Statuen, Glocken und Opfergef\u00e4\u00dfe. Diese wurden eingeschmolzen, um einer Verknappung von Silber, Gold, Kupfer und Zinn auf dem Markt entgegenzuwirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Tibet blieben solche staatlichen Eingriffe aus, weil hier der Konflikt zwischen den \u201ebeiden Ordnungen\u201c (lugs gnyis), Religion und Staat, zugunsten der Religion gel\u00f6st war. So konnte sich die lamaistische Religiosit\u00e4t im Zeichen der gro\u00dfen Zahl entfalten, ohne durch das \u201eGesetz des K\u00f6nigs\u201c (rgyal khrims) eingeschr\u00e4nkt zu werden. Nur auf der Seite der Kloster gab es eine gewisse Begrenzung. Die allgemeine Fr\u00f6mmigkeit sollte n\u00e4mlich nicht dahin f\u00fchren, da\u00df sich mehr Menschen in die kl\u00f6sterlichen Gemeinschaften dr\u00e4ngten, als die \u00fcbrig gebliebenen \u201eGabenherrn\u201c zu ern\u00e4hren vermochten. So regelte die geistliche Hierarchie die Aufnahme ins Noviziat, auch mit der Absicht, den Zulauf aus der Dorfarmut in die Kloster einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sorge um die Buchhaltung der Seele entfernt die Menschen von profanen Dingen. \u201eDie Tibeter sind nur mit frommen Werken besch\u00e4ftigt und daher leicht zu beherrschen\u201c, unterrichtet ein chinesisches Handbuch aus dem Jahre 1792 seine Leser und erinnert an die Zeit, wo der Buddhismus in dem Bergvolk noch nicht verwurzelt und tibetische Heere bis in die kaiserliche Hauptstadt vorgedrungen waren<sup class='footnote'><a href='https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420#fn-420-14' id='fnref-420-14' onclick='return fdfootnote_show(420)'>14<\/a><\/sup>. Erst als die Tibeter alle Anstrengungen auf das religi\u00f6se Leben richteten und sich darin ersch\u00f6pften, f\u00fchrte ihr Weg in die gegenw\u00e4rtige Abh\u00e4ngigkeit. Noch im Sterben soll der Gl\u00e4ubige um seine Verdienstlichkeit bangen und hoffen, da\u00df sich m\u00f6glichst viele Geier auf dem Totenacker versammeln, wenn sein Leichnam zerst\u00fcckelt und \u00fcber das Feld zerstreut wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuerst ver\u00f6ffentlicht in: <em>Der Weg zum Dach der Welt<\/em>, Hg. Claudius C. M\u00fcller und Walter Raunig, Innsbruck 1982 :308 &#8211; 314.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die tibetischen Buddhisten glauben, da\u00df der Mensch ein in fr\u00fcheren Leben erworbenes Guthaben an frommen Werken auf die Welt mitbringe, denn die \u201eAnsammlung\u201c (tshogs bsags pa), so sagen sie, entscheide im Kreislauf der Wiedergeburten \u00fcber die n\u00e4chste Existenz einer Seele. &hellip; <a href=\"https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=420\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6Wjv0-6M","jetpack-related-posts":[{"id":405,"url":"https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=405","url_meta":{"origin":420,"position":0},"title":"Das China der Europ\u00e4er (2): Das instrumentalisierte China","date":"10. 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