{"id":3026,"date":"2019-02-04T14:34:20","date_gmt":"2019-02-04T06:34:20","guid":{"rendered":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=3026"},"modified":"2019-03-09T18:00:02","modified_gmt":"2019-03-09T10:00:02","slug":"liu-zhenyun-%e5%88%98%e9%9c%87%e4%ba%91-das-zeitalter-der-melonenesser-test-%e5%90%83%e7%93%9c%e6%97%b6%e4%bb%a3%e7%9a%84%e5%84%bf%e5%a5%b3%e4%bb%ac","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ulrichneininger.de\/?p=3026","title":{"rendered":"Liu Zhenyun \u5218\u9707\u4e91: Das Zeitalter der Melonenesser  \u5403\u74dc\u65f6\u4ee3\u7684\u513f\u5973\u4eec"},"content":{"rendered":"\n<p>  <br>(Nina Richter &amp; Ulrich Neininger, <em><a href=\"http:\/\/ulrichneininger.de\/wordpress\/\">Rezensionen chinesischer Literatur<\/a><\/em>). Die Melonenesser, f\u00fcr gew\u00f6hnlich in grellen Farben als gro\u00dfk\u00f6pfige, breitm\u00e4ulige Schar von Strichm\u00e4nnchen gezeichnet, haben im chinesischen Internet viele Freunde. \u00a0Sie repr\u00e4sentieren die <em>User<\/em>, das \u201eMelonenesser-Publikum\u201c \u5403\u74dc\u00a0\u7fa4\u4f17, die passiv, aber ungemein interessiert, die im Netz ausgebreiteten Skandale verfolgen und sich an den Kommentaren und Diskussionen erfreuen. Der Begriff \u201eMelonenesser-Publikum\u201c ist dabei so bekannt geworden, dass er 2016 in die\u00a0Top-Ten-Liste der beliebtesten Internet-Neologismen\u00a0in China schaffte. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn0.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcS_r7_CsTqPZ4G6CdGkgLi_-ndmZlvvhXPUGqknHJCZE_gmQe1w\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Melonenesser gibt es immer neue aufregende Ereignisse. Manche der F\u00e4lle erlangen durch eine Flut von Kommentaren Ber\u00fchmtheit, andere werden ziemlich rasch durch eine um Harmonie und Stabilit\u00e4t besorgte Zensur der Vergessenheit anheim gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor Liu&nbsp;Zhenyun hat nun die Melonenesser zu Helden eines unterhaltsamen Romans gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Am meisten interessiert die Melonenesser die Korruption und ihr sichtbarer Ausdruck, der protzige Lebensstil der Funktion\u00e4re und ihrer Entourage. Finden die Beh\u00f6rden bei einem verhafteten Kader zwanzig Rolex-Uhren und bei der Frau Gemahlin f\u00fcnfzig Louis-Vuitton-Taschen, besch\u00e4ftigt der Fund das Netz f\u00fcr eine ganze Weile. Manche F\u00e4lle werden zur Legende, wie die Geschichte der neunzehnj\u00e4hrige Provinzsch\u00f6nheit Guo Meimei, die sich im Netz den falschen Titel \u201eGeneraldirektorin des chinesischen Roten Kreuzes\u201c zulegte und einen Maserati fuhr. Als Geliebte eines Politikers geh\u00f6rte sie zum Heer der <em>Xiaolaopo<\/em>, die nach alter chinesischer Tradition, das Prestige des reichen und m\u00e4chtigen Mannes erh\u00f6hen. Zur Tradition geh\u00f6rt aber auch, dass die Konkubinen sich im Hintergrund halten. Guo Meimei hingegen wurde durch ihr vorwitziges Auftreten ber\u00fchmt. Als Mikro-Bloggerin brachte sie es auf zwei Millionen Follower, bis sie wegen der Ausrichtung illegaler Gl\u00fccksspiele f\u00fcr f\u00fcnf Jahre ins Gef\u00e4ngnis musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Milieu der Kader und Konkubinen erz\u00e4hlt der Roman von einem gewissen Li Anbang, der es einst eben noch zur Universit\u00e4t geschafft hatte. \u201eDas Studium brachte ihm nur eine Brille ein, so kehrte er vom Dorf ins Dorf zur\u00fcck.\u201c Mit Gl\u00fcck und Durchtriebenheit, steigt er, ungeachtet seiner nur bescheidenen F\u00e4higkeiten, Sprosse um Sprosse auf der Karriereleiter nach oben und bringt es vom kleinen Dorfkader zum Vizegouverneur einer Provinz. Verheiratet mit der Tochter eines Kr\u00e4mers, die nach ihrer Gewohnheit \u00fcber alle erhaltenen Bestechungsgeschenke&nbsp;akribisch Buch f\u00fchrt, bleibt er, was seinen Geschmack und seinen Lebensstil angeht, doch der einfache D\u00f6rfler. Sein Sohn freilich w\u00e4chst zu einem der Prinzen heran, f\u00fcr den nichts zu teuer ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade als der Vater zu einem weiteren Karrieresprung ansetzt und Gouverneur werden will, hat der Sohn einen Unfall. Der Siebzehnj\u00e4hrige rast mit dem Auto gegen einen Bagger. Er \u00fcberlebt, aber seine Beifahrerin, eine nackte Prostituierte, die aus dem Wrack geschleudert wird, stirbt bei dem Unfall.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenngleich sich alles ein wenig rei\u00dferisch anh\u00f6rt, ist es doch eine Geschichte aus dem wahren Leben: Der Funktion\u00e4rssohn Ling Gu raste 2012 nachts in Peking mit einem Ferrari gegen eine Betonwand. Im Unterschied zur Romanhandlung fuhren real gleich zwei nackte Frauen mit. Auch der Sohn war nackt, aber er war auch schon dreiundzwanzig. Die beiden Frauen \u00fcberlebten, der Sohn hingegen starb. Es hie\u00df, die drei w\u00e4ren beim Liebesspiel verungl\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Unfall gab nun viel Stoff f\u00fcr die Melonenesser her. Wie, fragten sie sich, konnte der Vater mit seinem bescheidenen Beamtengehalt dem Sohn einen Ferrari zum Preis von einer halben Million Euro &nbsp;finanzieren? Vorhersehbarerweise verdarb die Zensur den Melonenessern schnell den Spa\u00df, indem sie die Suche nach einer eine Reihe von Eigennamen blockte. Auch der Name <em>Ferrari <\/em>blieb f\u00fcr eine Weile im chinesischen Internet unauffindbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Roman versucht der Vizegouverneur Li mit Hilfe eines Vertrauten im staatlichen Sicherheitsapparat, den Unfall zu vertuschen. Als er den Kampf um das Gouver\u00adneursamt dennoch zu verlieren scheint, wendet er sich an einen Menschen mit besonderen Eigenschaften: Der Meister Yizhong gilt als gro\u00dfer Kenner des Buchs der Wandlungen. Er hat eine Farbentheorie entwickelt mit der er seinen Klienten einen Weg aus allen Schwierigkeiten weisen kann. Bei Li Anbang erkennt er ein \u201eRotproblem\u201c und r\u00e4t ihm Rot (die Farbe der Kommunistischen Partei), durch Rot zu durchbrechen und sich f\u00fcr dieses Unterfangen eine Jungfrau zu suchen. Auf der Suche ger\u00e4t er an die Gelegenheitsprostituierte Niu Xiaoli, die darin ge\u00fcbt ist, den M\u00e4nnern als Unschuld vom Land mal um mal vorzugaukeln, sie h\u00e4tten sie gerade entjungfert.<\/p>\n\n\n\n<p>Niu Xiaoli, war, nachdem ihr Bruder durch eine vorgebliche Braut um sein Brautgeld betrogen worden ist, &nbsp;losgezogen, die Betr\u00fcgerin zu stellen. Als ihr das nicht gelingt, entschlie\u00dft sie sich, unter dem Namen ihrer Feindin als Prostituierte zu arbeiten. Die Kupplerin Su Shuang, die Bauauftr\u00e4ge ebenso zuverl\u00e4ssig wie Frauen vermittelt, verschafft ihr Kontakte zu Politikern und reichen Gesch\u00e4ftsleuten. Li Anbang ist nur einer davon.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere zentrale Romanfigur ist als Direktor eines Stra\u00dfenbauamtes mit der Vergabe von Bauauftr\u00e4gen und der Unterschlagung von staatlichen F\u00f6rdermitteln in seiner Kreisstadt reich geworden. Reich, aber impotent will er seine sexuellen Probleme durch das Beschlafen einer Jungfrau l\u00f6sen. Su Shuang, die sich schon als Vermittlerin zwischen ihm und den lokalen Bauunternehmern bew\u00e4hrt hat, empfiehlt ihm Niu Xiaoli. In der manchmal schwer zu \u00fcberschauenden Romanhandlung&nbsp; stellt die berufsm\u00e4\u00dfige Jungfrau Niu eine Verbindung zwischen den korrupten Politikern her.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Direktor ger\u00e4t in Schwierigkeiten, als bei einem Busunfall eine Br\u00fccke einst\u00fcrzt. Ein Foto vom Ungl\u00fccksort, das ihn mit einem verlegenen Grinsen und einer teuren Uhr zeigt, &nbsp;kursiert bald im Netz: \u201eDer Verantwortliche lacht \u00fcber das Schicksal der Verungl\u00fcckten.\u201c Der Autor greift hier einmal mehr reale Ereignisse auf und bleibt dabei ziemlich nahe am Geschehen. Das Foto des Direktors einer Beh\u00f6rde f\u00fcr Unfallsicherheit, der l\u00e4chelnd einen ausgebrannten Bus betrachtet, setzt die&nbsp; \u201eMenschenfleisch-Suchmaschine\u201c in Gang. Millionen Nutzer suchen nach Bildern, die nachweisen, dass der Direktor, wie im Roman der \u201eUhrenbruder\u201c (biaoge \u8868\u54e5) genannt, eine ganze Reihe von exzessiv teuren Luxusuhren besitzt. Der \u201eUhrenbruder\u201c etablierte sich in der Internet-Sprache als Begriff f\u00fcr die Reichen, M\u00e4chtigen und Korrupten, die eine Vorliebe f\u00fcr ausl\u00e4ndische Luxusgegenst\u00e4nde haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Niu Xiaoli er\u00f6ffnet in ihrem Heimatort mit dem Geld, das sie als \u201eJungfrau\u201c verdient hat, ein kleines Restaurant. Sie heiratet, f\u00fchrt aber eine ungl\u00fcckliche Ehe. Gerade als sie die Scheidung einreichen will, wird sie verhaftet. Durch ihre Verhaftung aber wird sie zu einer Ber\u00fchmtheit. Auf sie wird eine Hymne gedichtet und sie erh\u00e4lt einen Heiligenpreis. In der Laudatio hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSie ist eine Jungfrau und hat dennoch mit 12 Kadern geschlafen. Ein Bettlaken war der Vorhang, der gehoben wurde, um die B\u00fchne f\u00fcr den Antikorruptionskampf frei zu geben. Sie erhielt lediglich den Lohn f\u00fcr ihre Arbeit, aber die korrupten Kader verloren zig Millionen an Verm\u00f6gen. Sie ist ein James Bond, sie wagte sich tief in die H\u00f6hle des feindlichen Tigers. Sie steht alleine und k\u00e4mpft, aber wir, Tausende und Zehntausende stehen tatenlos hinter ihr und schwingen gro\u00dfe Reden.&nbsp;Sie ist eine Heilige.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In einem etwas willk\u00fcrlich angeh\u00e4ngten Schlusskapitel wird ein kleiner Beamter, ein Vizedirektor, bei einer Razzia im Massagesalon mit einer Prostituierten angetroffen. Nachdem er, um seiner Verhaftung zu entgehen, die Polizei mit 2000 Yuan bestochen hat, begegnet er noch einmal dem Zuh\u00e4lter der Prostituierten. Der Zuh\u00e4lter, der zugibt, dass er mit der Polizei zusammenarbeitet, entsch\u00e4digt den Geprellten mit der Enth\u00fcllung eines Geheimnisses. Der Vizedirektor k\u00f6nne sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen. Er habe n\u00e4mlich Sex mit der Frau des ehemaligen Provinzgouverneurs Li Anbang gehabt, die seit ihr Mann im Gef\u00e4ngnis sitzt, im Massagesalon arbeitet. \u201eDer Vizedirektor eines st\u00e4dtischen Umweltamtes, der nur im Rang eines Vizereferatsleiters ist, bekommt niemals in seinem Leben den Provinzgouverneur zu Gesicht, ganz zu schweigen davon, jemals mit der Frau des Provinzgouverneurs so eng in Kontakt zu treten.\u201c Daf\u00fcr waren 2000 Yuan wirklich nicht zu viel. Zufrieden begibt sich der Vizedirektor auf die Heimreise.<\/p>\n\n\n\n<p>Die einzelnen Episoden sind oberfl\u00e4chlich miteinander verkn\u00fcpft, und es ist nicht einfach ,die oft zusammenhanglose und manchmal langatmige Handlung zu \u00fcberblicken. Anfangs scheint es, als habe der Autor einen Erz\u00e4hlband vorgelegt. Dann zeigt sich aber, dass ein kompliziertes Beziehungsgeflecht die vermeintlich einander unbekannten Personen miteinander verbindet. Diese vermeintliche Zuf\u00e4lligkeit hat der Autor schon in fr\u00fcheren Werken zum Prinzip erhoben. Und bei den Melonenessern hei\u00dft es nun: \u201eBetrachte das, was als Zufall erscheint, nicht als Zufall\u201c.&nbsp;Es sind Geschichten f\u00fcr Melonenesser, die der Autor hier erz\u00e4hlt oder auch einfach nur kolportiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Liu Zhenyun \u5218\u9707\u4e91: <em>Das Zeitalter der Melonenesser<\/em> \u5403\u74dc\u65f6\u4ee3\u7684\u513f\u5973\u4eec, Wuhan 2017.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Nina Richter &amp; Ulrich Neininger, Rezensionen chinesischer Literatur). 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