{"id":513,"date":"2012-03-09T03:26:48","date_gmt":"2012-03-09T03:26:48","guid":{"rendered":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=513"},"modified":"2018-11-26T16:14:45","modified_gmt":"2018-11-26T08:14:45","slug":"das-china-der-europaer-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=513","title":{"rendered":"Das China der Europ\u00e4er"},"content":{"rendered":"<p><!-- Google Analytics --><br \/>\n<script>\n(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){\n(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),\nm=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)\n})(window,document,'script','https:\/\/www.google-analytics.com\/analytics.js','ga');<\/p>\n<p>ga('create', 'UA-33539497-1', 'auto');\nga('send', 'pageview');\n<\/script><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide Seiten hatten fr\u00fch voneinander geh\u00f6rt: die Chinesen von Europa, repr\u00e4sentiert durch das r\u00f6mische Reich, das sie\u00a0<em>Da Qin<\/em>\u00a0nannten, und die Europ\u00e4er von den Chinesen, die sie als die\u00a0<em>Serer<\/em>, das Seidenvolk, bezeichneten. \u00dcber das Seidenland\u00a0<em>This<\/em>\u00a0hei\u00dft es in einem griechischen Text vom Anfang der Zeitenwende: \u201eDas Land\u00a0<em>This<\/em>\u00a0ist nicht einfach zu erreichen, und nur selten kommen Menschen von dort.\u201d Als im Jahr 166 n. Chr. eine Gesandtschaft des Andun (Antonius) am Kaiserhof in Chang&#8217;an erscheint, erkl\u00e4rt der chinesische Hofhistoriker, warum es f\u00fcr die R\u00f6mer so schwierig war nach China zu reisen:\u00a0\u201eIhre K\u00f6nige wollten immer Gesandtschaften nach China schicken, aber die Anxi (Parther) lie\u00dfen das nicht zu, weil sie um ihren Handel mit chinesischer Seide f\u00fcrchteten.\u201c Die V\u00f6lker an der Seidenstra\u00dfe f\u00fcrchteten um ihren Zwischenhandel und verteidigten ihr Monopol mit allen Mitteln. Manchmal brauchte es freilich nur eine List. Ein chinesischer Gesandter, der nach Da Qin reisen sollte, lie\u00df sich von den Parthern am Kaspischen Meer einreden, dass es drei Monate, bei ung\u00fcnstigem Wind aber zwei Jahre dauere, das Meer zu \u00fcberqueren. Schlimmer noch: Das Wasser enthielte einen Stoff, der die Seefahrer heimwehkrank werden lasse. Daran seien schon einige gestorben. Der Gesandte kehrte erschrocken wieder um.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">So lieferten die Chinesen einen betr\u00e4chtlichen Teil ihrer Seidenproduktion in ein Land, das sie nicht kannten. Von ihrer exotischen Kundschaft machten sie sich dabei ein Bild, das\u00a0\u00fcberraschend freundlich ausfiel: \u201eDie Einwohner sind aufrichtig und von gro\u00dfer Gestalt. Ihre Art sich zu kleiden, ihre Wagen und Banner gleichen denen der Chinesen, andere ausl\u00e4ndische V\u00f6lker nennen sie daher<em>\u00a0Da Qin<\/em>.\u201d (Qin, wie das alte K\u00f6nigreich im Westen Chinas). Ein \u00fcberraschender Satz, widerspricht er doch klassischen chinesischen Denkmustern. Danach ist das Reich der Mitte an seiner Peripherie von Barbaren besiedelt, deren Wildheit zunimmt, je weiter sie von der Mitte und vom kultivierenden Einfluss des Kaisers entfernt sind. Die Seide war aber Zeichen einer hohen Kultur. Nun schlossen die Chinesen wohl aus dem Seidenverbrauch, dass die R\u00f6mer ihnen, obwohl sie am Rand der Welt leben, \u00e4hnlich sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Den R\u00f6mern hingegen, soweit sie als F\u00fcrsprecher der alten r\u00f6mischen Tugenden auftraten, galt der Seidenverbrauch keineswegs als Ausdruck einer hohen Kultur. Die chinesische Seide, hie\u00df es, korrumpiere die r\u00f6mische Gesellschaft. Sie galt als Luxusgut, das die Sitten verderbe und die Staatsfinanzen zerr\u00fctte. So versuchte Kaiser Tiberius\u00a0die Mode durch Verbote einzud\u00e4mmen. Dekadente Kaiser aber gingen mit der Mode. Ber\u00fchmt wurden die Auftritte des Caligula, der seinem Volk als Venus erschien und sich dazu in Seidengew\u00e4nder h\u00fcllte. Auch Kaiser Elagabal, der den r\u00f6mischen Historikern als Inbegriff der Sittenlosigkeit galt, hatte eine Vorliebe f\u00fcr Seide, und es hie\u00df, er kleide sich nach Art der Barbaren. Seneca und andere Anh\u00e4nger des einfachen Lebens beklagten die immensen Kosten \u2013 verschwendetes Geld, das an die Serer flie\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Chinesische Seide blieb auch in den folgenden Jahrhunderten ein wichtiges Handelsgut in Europa. Direkte Handelsverbindungen gab es aber weiter keine, zumal in Rom wie in China sich die politischen Verh\u00e4ltnisse zusehends destabilisierten, bis schlie\u00dflich das Entstehen der islamischen Gro\u00dfreiche einen direkten Austausch zwischen Europa und China in wahrhaft weite Ferne r\u00fcckte. Zudem verlor sich mit dem Niedergang der antiken Kulturen und der Verbreitung des Christentums das europ\u00e4ische Interesse an einer rationalen Erkl\u00e4rung der Welt. Im unbekannten Asien war Raum f\u00fcr die seltsamsten biblischen Geschichten. Man vermutete dort die Pforten der H\u00f6lle oder auch das Tor zum Paradies. Hinter einer gro\u00dfen Mauer w\u00fcrden sich die zehn Verlorenen St\u00e4mme Israels finden. Auch s\u00e4\u00dfen dort die V\u00f6lker Gog und Magog gefangen, um am Tag der Apokalypse aus ihrem asiatischen Gef\u00e4ngnis herzuvorbrechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">So vergingen nach den ersten vereinzelten Begegnungen im Altertum an die tausend Jahre bis unter der\u00a0<em>Pax Mongolica<\/em>\u00a0der Weg in den Fernen Osten frei wurde. Nun nutzte eine Reihe europ\u00e4ischer Reisender die neue Freiheit des mongolischen Reiches, das die R\u00e4nder Europas beherrschte und sich bis nach S\u00fcdchina ausdehnte. Wilhelm von Rubruk, ein fl\u00e4mischer M\u00f6nch im Dienste des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs, erreichte 1253 die mongolische Hauptstadt Karakorum und schrieb auf Latein einen Bericht, der die ersten konkreten Nachrichten \u00fcber das Land Catai (China) enthielt. Die Chinesen, so berichtet er, die in\u00a0 Karakorum ein eigenes Stadtviertel bewohnten, h\u00e4tten eine Zeichenschrift, schrieben mit Pinseln und verteilten beschriebene Bl\u00e4tter als Zaubermittel an die W\u00e4nde ihrer Tempel. Er berichtet auch von dem Papiergeld, dass in ihrem Lande im Umlauf sei. Auch ein erstes Wunderwerk war zu vermelden: Es g\u00e4be ein G\u00f6tzenbild, so gro\u00df, dass man es aus einer Entfernung von zwei Tagesreisen sehen k\u00f6nne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Die gro\u00dfe Menge an Informationen erreichte Europa dann mit dem Bericht des Marco Polo. Nach siebzehn Jahren im Land verfasste er eine Beschreibung des chinesischen Reiches, die f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrhunderte das europ\u00e4ische Chinabild bestimmen sollte. Dabei stand er von Anfang an im Verdacht ein Aufschneider, ein\u00a0<em>Messer Milione<\/em>\u00a0zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Marco Polo erkl\u00e4rte China zum Land der Wunder. Doch auch die wundergl\u00e4ubigen Menschen des Sp\u00e4tmittelalters hegten gelegentlich Zweifel, ob das mit den Wundern seine Richtigkeit hat. Oderico von Pordenone, der um das Jahr 1325 Hangzhou besucht hatte, versichert seinen Lesern, dass das alles schwer zu glauben, aber doch wahr sei: \u201eEs ist die gr\u00f6\u00dfte Stadt der Welt, so gro\u00df, dass ich kaum davon zu sprechen wagte, g\u00e4be es in Venedig nicht so viele Leute, die dagewesen sind.\u201c Bei aller Klarsicht w\u00e4hnt Pater Oderico bei den Heiden im Zweifelsfall den Teufel am Werk. Als er am Kaiserhof beobachtete, wie die H\u00f6flinge durch ein H\u00e4ndeklatschen die Fl\u00fcgel der Goldenen Pfauen in der Thronhalle bewegen, um so ihren Herrn erheitern, h\u00e4lt er es zwar f\u00fcr m\u00f6glich, dass der Zauber &#8211; im Mittelhochdeutsch seines ersten \u00dcbersetzers gesprochen, \u201emit verp\u00f3rgn snurn\u201c bewirkt wird. Um dann zum Schluss zu kommen: \u201eDoch sicherlich die phaben lebnt nicht, ez sind gemachte pild von menschlichn sinn mit des p\u00f3sen geiste\u00df krafft.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0China blieb eingewoben ins sp\u00e4tmittelalterliche Mythengeflecht. Erst die Jesuitenmission, die sich 1563 zun\u00e4chst in Macao und 1601 in Peking etablierte, befreite das europ\u00e4ische Chinabild von den mythischen \u00dcberlagerungen. Als Vorstufe zum Christentum stellten die Jesuiten den Konfuzianismus ins denkbar g\u00fcnstigste Licht: Sie verglichen Konfuzius mit den bedeutenden Philosophen der griechisch-r\u00f6mischen Antike und r\u00fchmten die Auswirkung seiner Prinzipien auf Staat und Gesellschaft: der chinesische Kaiser herrsche g\u00fctig und gerecht, assistiert von Beamten, die ein gewissenhaft angewandtes Pr\u00fcfungsverfahren unter den F\u00e4higsten und Tugendhaftesten des Reiches ermittelt habe. Das Volk entgelte seine F\u00fcrsorge durch Edelmut, Gemeinsinn und Friedfertigkeit. So sei die Wohlfahrt der Nation allenthalben vorbildlich gesichert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Weite Publizit\u00e4t erhielt China durch den \u201eRitenstreit\u201c, der f\u00fcr ein Jahrhundert die europ\u00e4ische \u00d6ffentlichkeit so besch\u00e4ftigte, dass noch Voltaire dazu schreiben konnte, dieser Zwist sei \u201ebekannter als der Trojanische Krieg\u201c. Der Ritenstreit war unter den Angriffen der Franziskaner und Dominikaner auf die jesuitische Missionsstrategie ausgebrochen. Die Mendikanten forderten einen p\u00e4pstlichen Bannbrief, der christliche Religion und konfuzianischen Ritus f\u00fcr miteinander unvereinbar erkl\u00e4ren sollte. Die Jesuiten verteidigten ihren Standpunkt durch eine umfangreiche Korrespondenz, etliche gelehrte Abhandlungen und einige annotierte \u00dcbersetzungen konfuzianischer Schriften. Die lateinisch oder franz\u00f6sisch abgefassten Originalwerke wurden meist in die wichtigsten Sprachen \u00fcbertragen; derart verbreitete sich ein teils grotesk idealisiertes, aber um eine F\u00fclle von philosophischen, religionsgeschichtlichen und volkskundlichen Einzelheiten bereichertes Chinabild.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Mit dem 1615 in Amsterdam verlegten\u00a0<em>De Christiana Expeditione apud Sinas<\/em>, in dem Nicolas Trigault die nachgelassenen Aufzeichnungen Matteo Riccis zu einem \u201ewolgegr\u00fcndten bericht von beschaffenhaitt de\u00df Landts und volcks, auch desselbigen gesatzen, Sitten und gewonhaitten\u201c verwertete, beginnt die literarische Wirksamkeit der Pekinger Mission. W\u00e4hrend Trigault sich gelegentlich auch durchaus kritisch \u00e4u\u00dfert und sein Lob dahin einschr\u00e4nkt, dass \u201edie Menschliche bo\u00dfheit bi\u00dfweilen einen ri\u00df inn dise gute Ordnung\u201c mache, verzichten sp\u00e4tere Autoren auf jeden Tadel, der die Vorstellung vom musterg\u00fcltig geordneten chinesischen Staat im mindesten h\u00e4tte tr\u00fcben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Die Darlegungen der Jesuiten fanden h\u00f6chst aufmerksame Leser: \u201eWer h\u00e4tte ehedem geglaubt\u201c, kommentiert Leibniz \u00fcberrascht, \u201edass es auf unserer Erde ein Volk gibt, das, obwohl wir uns auf allen Gebieten so erhaben d\u00fcnken, die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten staatlichen Lebens noch besser versteht als wir?\u201c (<em>Novissima Sinica<\/em>, Vorwort, Hannover 1697). Die moralische Vollkommenheit der Chinesen wurzle in ihrer \u201enat\u00fcrlichen Theologie\u201c, erkl\u00e4rt Leibniz weiter. Ihnen geb\u00fchre eigentlich der goldene Apfel im Vergleich der Nationen, w\u00e4ren sie nur im Besitz der christlichen Offenbarung. Und: es sei zu \u00fcberlegen, ob man nicht konfuzianische Missionare zu Hilfe rufe, um die abendl\u00e4ndische Sittenverderbnis einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Gro\u00dfe Hoffnungen richteten sich also auf China. Den deutschen F\u00fcrsten r\u00e4t Leibniz feste Verbindungen mit dem \u00f6stlichen \u201eAnti-Europa\u201c zu kn\u00fcpfen. Deutlich hat er dabei die Vision einer Welt vor Augen, die von zwei geistigen Drehpunkten aus zur Einheit gef\u00fchrt wird. Er empfiehlt, Akademien in China und Europa zu gr\u00fcnden, um das gesammelte Wissen beider Kulturkreise auszutauschen und zu verbreiten. Die gelehrte Korrespondenz sei auf Chinesisch abzufassen, das sich wegen seiner lautunabh\u00e4ngigen Bilderschrift zur internationalen Verst\u00e4ndigung vorz\u00fcglich eigne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Die Flut der erstaunlichen Nachrichten aus dem Reich der Mitte versuchte der vernunftorientierte Zeitgeist auf seine Weise zu bew\u00e4ltigen: die Vermutung, dass das chinesische Denken von einer verborgenen Rationale bestimmt sei, die es herauszufinden gelte, gab der fr\u00fchesten sinologischen Forschung ihre besondere Ausrichtung. Daf\u00fcr ist die verbissene Suche nach dem\u00a0<em>clavis sinica<\/em>, dem Schl\u00fcssel, der die verwirrende chinesische Piktographie mit einem Mal zug\u00e4nglich machen sollte, ebenso kennzeichnend, wie das eifrige Bem\u00fchen, im urt\u00fcmlichen\u00a0<em>Buch der Wandlungen<\/em>\u00a0(<em>Yi jing<\/em>) den g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfungsplan zu entdecken, den man hier in vierundsechzig Hexagrammen aufgezeichnet glaubte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Der leibnizsche Aufruf, die konfuzianische Sittenlehre auch f\u00fcr Europa zum Richtma\u00df zu erkl\u00e4ren, fand in der Aufkl\u00e4rung ein Echo: Voltaire, der schon als Jesuitenz\u00f6gling von der Sinomanie erfasst worden war, glaubte das aufkl\u00e4rerische Gesellschaftsideal seit Jahrtausenden in China verwirklicht, wo die nat\u00fcrliche, von kirchlichen Dogmen unverf\u00e4lschte Religion die Menschen vor Priesterherrschaft, Ketzerverfolgungen und Konfessionskriegen sch\u00fctze und die Toleranz die eigentliche nationale Tugend darstelle. Auch das chinesische Regierungssystem schien den Idealen der Aufkl\u00e4rung genau zu entsprechen. Hatte nicht schon Trigault versichert: \u201eObwol die K\u00f6nig in China nicht gelehrt oder Philosophi seind, so werden doch alle \u00e4mpter mit denselbigen besetzt, dermassen, das man sagen mag, die Philosophi besitzen zwar das K\u00f6nigreich nicht, regiern aber den K\u00f6nig.\u201c Eine \u00dcbereinstimmung mit aufkl\u00e4rerischen Grunds\u00e4tzen wollte man desgleichen im konfuzianischen Erziehungswesen erkennen, das jedem Bauernburschen den Aufstieg in die h\u00f6chsten Staats\u00e4mter offenhalte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0F\u00fcr den franz\u00f6sischen Physiokraten Fran\u00e7ois Quesnais, den seine Anh\u00e4nger \u201ele Confucius europ\u00e9en\u201c nannten, war die chinesische Agrarverfassung, mit dem Kaiser als ersten Bauern des Reiches, der reine Ausdruck des Naturrechts. Im Kampf gegen den Merkantilismus forderte er, die Welt nach dem Vorbild Chinas umzugestalten, mithin die Landwirtschaft als einzige Grundlage des gesellschaftlichen Wohlstands anzuerkennen, Handel und Gewerbe auf das Notwendige einzuschr\u00e4nken und jeden Luxus zu meiden. Eine kuriose Begebenheit verdeutlicht den zeitweiligen Einfluss dieser Theorien auf die bourbonische Politik: Ludwig XV. er\u00f6ffnete 1756 die Fr\u00fchjahrsbestellung nach konfuzianischem Ritual, das dem Monarchen vorschreibt, eigenh\u00e4ndig den Pflug zu f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\"><a href=\"https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg\" rel=\"attachment wp-att-2465\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"2465\" data-permalink=\"http:\/\/ulrichneininger.de\/?attachment_id=2465\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg?fit=3896%2C3187\" data-orig-size=\"3896,3187\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Kaiser_von_China\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg?fit=300%2C245\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg?fit=584%2C478\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2465\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg?resize=300%2C245\" alt=\"Kaiser_von_China\" width=\"300\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg?resize=300%2C245 300w, https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg?resize=768%2C628 768w, https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg?resize=1024%2C838 1024w, https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg?w=1168 1168w, https:\/\/i2.wp.com\/ulrichneininger.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Kaiser_von_China.jpg?w=1752 1752w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Die Aristokratie fasste eine besondere Vorliebe f\u00fcr exotische Dinge: man schw\u00e4rmte f\u00fcr Porzellan, Lackarbeiten und Seidenstoffe, richtete in den f\u00fcrstlichen Residenzen \u201echinesische Zimmer\u201c ein und gestaltete G\u00e4rten und Pavillons nach chinesischem Geschmack. Versailles war auch in der China-Mode tonangebend; als Ludwig XIV. ein Lusthaus im Pagodenstil erbauen lie\u00df (<em>Trianon de porcelaine<\/em>, 1671), taten es ihm seine ausl\u00e4ndischen Bewunderer eifrig nach, so der bairische Kurf\u00fcrst mit der Pagodenburg (1719). Im Rokoko r\u00fcckte der China-Kult ganz in den Mittelpunkt der h\u00f6fischen Kultur. Es wurde nun \u00fcblich, die barocken, streng symmetrischen Gr\u00fcnfl\u00e4chen aus der Zeit des Sonnenk\u00f6nigs einzuebnen und der Natur nachempfundene, durch Pagoden, Tempel und Br\u00fccken versch\u00f6nerte chinesische G\u00e4rten anzulegen. Die gaben die Kulisse ab f\u00fcr Maskeraden und theatralische Unternehmungen im Zeichen des gelben Drachen. Eine weitl\u00e4ufige Anlage, in die das chinoise Dorf Moulang mit etlichen Wohnh\u00e4usern, Stallungen und einem \u201eTantze Sahl\u201c gestellt wurde, entstand 1781 auf Weisung des hessischen Landgrafen. Moulang verfiel allm\u00e4hlich; unversehrt erhalten dagegen ist der Garten von Oranienbaum (bei Dessau, 1795) mit f\u00fcnfst\u00f6ckiger Pagode, Inselteehaus und hochgew\u00f6lbten Br\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Auch auf der B\u00fchne kam die Sinomanie zum Ausbruch. Voltaire bearbeitete f\u00fcr das empfindsame Publikum ein Drama aus der Yuan-Zeit:\u00a0<em>L&#8217;Orphelin de la Chine<\/em>, ein pathetisches Preislied auf die konfuzianische Ethik. Es entwickelte sich zu einem Zugst\u00fcck, das in etlichen Fassungen, auch als Oper und Ballett, die f\u00fchlsamen Seelen anr\u00fchrte. In Venedig brachte Carlo Gozzi sein tragikomisches M\u00e4rchen von der chinesischen Prinzessin Turandot zur Urauff\u00fchrung, das ebenfalls einige Nachdichtungen und zwei gro\u00dfe Opern inspirierte. Gozzi, der noch ganz im Stil der\u00a0<em>Commedia dell&#8217;arte<\/em>\u00a0schrieb, versetzte die obligaten Harlekine in die Verbotene Stadt. Den Truffaldino, der in keiner Stegreifkom\u00f6die fehlen darf, bef\u00f6rderte er zum Obereunuchen im kaiserlichen Serail: der mit Fistelstimme radebrechende Zopfchinese etablierte sich auf Dauer in der europ\u00e4ischen Folklore.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Als die Franz\u00f6sische Revolution das\u00a0<em>Ancien R\u00e9gime<\/em>\u00a0zerschlug, war auch der China-Kult getroffen. Mit dem Absterben der h\u00f6fischen Theaterkultur verschwanden die edlen, sentimentalen Exoten, der Orphelin und die Seinen, von der B\u00fchne, der bezopfte Truffaldino indes begann auf den Jahrm\u00e4rkten eine z\u00e4he Existenz zu f\u00fchren. Einesteils brachte die \u00c4sthetik des b\u00fcrgerlichen Zeitalters das freundliche Chinabild zum Verblassen, vielmehr aber wirkte sich aus, dass China seine im Abendland beredtesten F\u00fcrsprecher verlor, als die Gesellschaft Jesu 1773 durch p\u00e4pstliches Dekret aufgel\u00f6st wurde. Von nun an bestimmten weniger wohlgesonnene Beobachter, zumeist aus der wachsenden Schar der europ\u00e4ischen Kaufleute, den Akzent der Berichterstattung. Wie vor ihnen die Jesuiten, so urteilten auch die H\u00e4ndler durchaus einseitig \u00fcber ihr Gastland, doch mit umgekehrten Vorzeichen: eine Nation von abgefeimten, starrsinnigen Betr\u00fcgern, das seien die Chinesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Dem fortschrittsgl\u00e4ubigen neunzehnten Jahrhundert erschien China als unbeweglich r\u00fcckst\u00e4ndiger Koloss, dem der progressive Westen die moderne Zivilisation aufzwingen m\u00fcsse. Das konfuzianische Dogma einer idealen Einheit von Gegenwart und Altertum wurde, zun\u00e4chst von J. G. Herder, als Beschreibung der realen Verh\u00e4ltnisse missverstanden und dahin ausgelegt, das chinesische Reich sei eine hieroglyphenbemalte, seidenumwundene, balsamierte Mumie, deren innerer Kreislauf dem Leben der schlafenden Wintertiere gleiche. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich Hegel: \u201edas Statarische, das ewig wiedererscheint\u201c, ersetze hier das Geschichtliche; und Ranke f\u00fcgte hinzu, das Vordringen des englischen Kolonialismus durchbreche den \u201eewigen Stillstand\u201c, so unterwerfe sich China gleichsam dem europ\u00e4ischen Geiste. Selbst Karl Marx begr\u00fc\u00dfte den wachsenden imperialistischen Druck auf das \u201elebende Fossil\u201c: nur Gewalt von au\u00dfen k\u00f6nne die hermetische Abriegelung des chinesischen Reiches sprengen und seine Entwicklung zur modernen Industriegesellschaft einleiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0In der sch\u00f6nen Literatur geriet \u201eChina\u201c zur Metapher f\u00fcr die geistige und soziale Erstarrung konservativer Gesellschaften. So spottet Heine in seinen \u201eZeitgedichten\u201c \u00fcber den preu\u00dfischen \u201eKaiser von China\u201c (Friedrich Wilhelm IV.), dessen \u201eHofweltweisen Confusius\u201c (Schelling) und die \u201eMandarinenritterschaft\u201c, die dem Traum nachhingen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0<em>Es schwindet der Geist der Revolution,<\/em><br \/>\n<em>Und es rufen die edelsten Mandschu:<\/em><br \/>\n<em>\u201eWir wollen keine Konstitution,<\/em><br \/>\n<em>Wir wollen den Stock, den Kantschu!\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Und Theodor Fontane setzt das preu\u00dfisch-militaristische, d\u00fcnkelhafte Gehabe gleich mit dem \u00f6den konfuzianischen Zeremoniell; er will darin den Keim des gesellschaftlichen Verfalls erkennen, \u201eweil alles Geschraubte zur L\u00fcge f\u00fchrt und alle L\u00fcge zum Tod\u201c (<em>Schach von Wuthenow<\/em>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Trotz der Geringsch\u00e4tzigkeit, mit der China als morbide und schwach von seinen Kritikern abgetan wurde, konnte in Europa ein dumpfes kollektives Angstgef\u00fchl entstehen, das gegen 1890 in den Beschw\u00f6rungen einer \u201egelben Gefahr\u201c sich schrill zu \u00e4u\u00dfern begann. Ausgel\u00f6st durch die Nachrichten vom raschen wirtschaftlichen Aufschwung Japans seit der Meiji-Restauration von 1868, griff eine Hysterie um sich, die den Untergang des Abendlandes in einer Menschenflut aus Ostasien vorauszusehen glaubte. Zun\u00e4chst galt Japan als am bedrohlichsten, dann aber, w\u00e4hrend des Boxeraufstandes, wurde China zum eigentlichen fern\u00f6stlichen Schreckgespenst der sozialdarwinistisch und rassistisch ausgerichteten \u00f6ffentlichen Meinung in Europa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0Die Vision, es drohten gen\u00fcgsame, f\u00fchllose Arbeitstiere ameisengleich sich \u00fcber die Erde auszubreiten, verblasste nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die europ\u00e4ische Abkehr von der Politik territorialer Expansion erlaubte ein freundlicheres Chinabild: es erschien nun nicht l\u00e4nger notwendig, China so ungut wie irgend m\u00f6glich darzustellen, um koloniale Raubz\u00fcge als zivilisatorische Gro\u00dftaten feiern zu k\u00f6nnen. Hinzu kam, dass der abendl\u00e4ndische D\u00fcnkel in den Ersch\u00fctterungen des Weltkrieges besch\u00e4digt worden war und viele Zweifler an der \u201emodernen Gesellschaft\u201c sich den fern\u00f6stlichen Kulturen zuwandten. Englische, franz\u00f6sische und deutsche \u00dcbertragungen des konfuzianischen Kanons und wesentlicher taoistischer und mohistischer Schriften (vorgenommen unter anderem von J. Legge, S. Couvreur, R. Wilhelm und A. Forke) erschlossen das chinesische Denken einem breiten Publikum. Auch Romane, Erz\u00e4hlungen und Gedichte aus dem alten China fanden eine dem Exotischen zugeneigte Leserschaft. Die Wirkung der \u00fcbersetzten Literatur wurde noch verst\u00e4rkt durch Schriftsteller wie Bertolt Brecht, D\u00f6blin, Hesse und Ezra Pound, die in ihren Werken chinesische Motive popularisierten, wobei die Nennung von Brecht und D\u00f6blin nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen soll, dass der zwischenkriegszeitliche Reich-der-Mitte-Kult fast nur esoterische und \u00e4sthetische Bereiche ber\u00fchrte, die Angelegenheiten der jungen chinesischen Republik dagegen auf wenig Verst\u00e4ndnis trafen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a01949, mit der Gr\u00fcndung der Volksrepublik, erhielten die antichinesischen Ressentiments frische Nahrung. Zum Instrumentarium des kalten Krieges z\u00e4hlte auf westlicher Seite die unentwegt wiederholte Warnung, ein gewaltiges Chinesenheer stehe bereit, um als Hauptmacht einer bolschewistischen Invasion \u00fcber das Abendland hereinzubrechen. So wurden in den f\u00fcnfziger Jahren zahlreiche Schauergeschichten nach der Formel verfertigt: chinesischer Kommunismus ist gleich gelbe Gefahr plus rote Gefahr. Erst nachdem sich China mit der Sowjetunion \u00fcberwarf, bekam es im Westen wieder wohlwollendere Beurteilungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">\u00a0W\u00e4hrend Teile der b\u00fcrgerlichen \u00d6ffentlichkeit noch alle M\u00e4chte der Finsternis in China versammelt glaubten, behauptete die Neue Linke dort eine \u201ekonkrete Utopie\u201c entdeckt zu haben, die es allenthalben nachzuahmen gelte. So avancierte die maoistische Kulturrevolution zum gefeierten Vorbild der antiautorit\u00e4ren Studentenbewegung von 1968. Die\u00a0<em>Ausgew\u00e4hlten Werke<\/em>\u00a0des Vorsitzenden Mao, eine Sammlung seiner\u00a0<em>Worte<\/em>\u00a0und die w\u00f6chentlich erscheinende\u00a0<em>Peking Rundschau<\/em>\u00a0wurden zu den wichtigsten Informationsquellen \u00fcber China. Unz\u00e4hlige meist kritiklos auf chinesische Materialien gest\u00fctzte Ver\u00f6ffentlichungen westlicher Autoren lie\u00dfen die chinesische Entwicklung, namentlich der \u201eMassendemokratie\u201c, der Wirtschaftsorganisation und des Erziehungswesens, als richtungsweisend auch f\u00fcr Europa erscheinen. Die maoistische Apologetik wirkte weit \u00fcber den Kreis der Neuen Linken hinaus, sodass China nun auch in b\u00fcrgerlichen Schichten freundliche Aufmerksamkeit zuteil wurde. Als im Oktober 1976, mit dem Sturz der \u201eViererbande\u201c, die kulturrevolution\u00e4re Fiktion endg\u00fcltig zusammenbrach, verfl\u00fcchtigte sich allerdings die China-Euphorie der europ\u00e4ischen Linken sehr schnell. Nachdem gegenw\u00e4rtig (1981) weder die \u201egelbe Gefahr\u201c noch die \u201ekonkrete Utopie\u201c die \u00f6ffentliche Meinung besonders beeindrucken, bleibt zu hoffen, dass das China der Europ\u00e4er dem China der Chinesen allm\u00e4hlich \u00e4hnlicher wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">_______________<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Erweiterte Fassung aus:<em> China. Geschichte, Probleme, Perspektiven,<\/em> Hg. Peter J. Opitz, Freiburg 1981.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Abb.: <i>Der Kaiser in China zieht die erste Furche zur Ehre des Ackerbaues.<\/i> Gem\u00e4lde von Bernhard Rode um 1770. Gem\u00e4ldegalerie Berlin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Weiter zum Nachtrag :<span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000;\" title=\"Das instrumentalisierte China\" href=\"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=405\"> \u201eDas instrumentalisierte China\u201c<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beide Seiten hatten fr\u00fch voneinander geh\u00f6rt: die Chinesen von Europa, repr\u00e4sentiert durch das r\u00f6mische Reich, das sie\u00a0Da Qin\u00a0nannten, und die Europ\u00e4er von den Chinesen, die sie als die\u00a0Serer, das Seidenvolk, bezeichneten. \u00dcber das Seidenland\u00a0This\u00a0hei\u00dft es in einem griechischen Text vom &hellip; <a href=\"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=513\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6Wjv0-8h","jetpack-related-posts":[{"id":405,"url":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=405","url_meta":{"origin":513,"position":0},"title":"Das China der Europ\u00e4er (2): Das instrumentalisierte China","date":"10. M\u00e4rz 2012","format":false,"excerpt":"(Nachtr\u00e4ge zu einem Schluss-Satz). Die Erwartung, dass \u201edas China der Europ\u00e4er dem China der Chinesen allm\u00e4hlich \u00e4hnlicher wird\u201c, war vor drei\u00dfig Jahren, 1981, als dieser Aufsatz in einem Sammelband erschien, durchaus realistisch. Es war am Anfang der \u00d6ffnungspolitik: Die chinesische Regierung kn\u00fcpfte Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit dem Westen an; europ\u00e4ische Journalisten wurden\u2026","rel":"","context":"In &quot;China&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":2860,"url":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2860","url_meta":{"origin":513,"position":1},"title":"Das China der Europ\u00e4er (3): Die Chinesen als Automaten. Zu einem Tagebucheintrag Albert Einsteins","date":"8. September 2018","format":false,"excerpt":"Einige Eintr\u00e4ge aus dem Reisetagebuch, das Albert Einstein f\u00fchrte, als er sich 1922\/23 in Hongkong und Schanghai aufhielt, haben im Juni 2018 Schlagzeilen gemacht: Neuer Blick auf den Nobelpreistr\u00e4ger. Der Einstein-Schock: In seinen Tageb\u00fcchern offenbart das Genie rassistische Ideen. Nazi victim Albert Einstein was a RACIST \u2013 shock opinions revealed.\u2026","rel":"","context":"In &quot;China&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":2034,"url":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2034","url_meta":{"origin":513,"position":2},"title":"Eine unkonventionelle Grenzziehung","date":"13. November 2014","format":false,"excerpt":"Amanda Kwan & Ulrich Neininger,\u00a0Notizen zur Politik, Gesellschaft und Kultur im Grenzgebiet von China, Birma und Laos (3). Die Grenze zwischen China und Birma verlief \u00fcber weite Strecken nur im Ungef\u00e4hren, als die britische Kolonialverwaltung und die chinesische Regierung beschlossen, das Grenzgebiet gemeinsam zu vermessen und den Grenzverlauf \u00a0zu kartographieren.\u2026","rel":"","context":"In &quot;China&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":2222,"url":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2222","url_meta":{"origin":513,"position":3},"title":"Die umherirrenden Seelen von Myitkyina. Notizen zu einer gescheiterten Heimholung","date":"27. November 2015","format":false,"excerpt":"Amanda Kwan & Ulrich Neininger,\u00a0Notizen zur Politik, Gesellschaft und Kultur im Grenzgebiet von China, Birma und Laos (5). \u00a0 Nach Hause zu kommen, das ist die Sehnsucht vieler umherirrender Heldenseelen.\u00a0\u65f6\u4ee3\u5468\u62a5 ( Wochenzeitung Das Zeitalter) vom 25. Jan. 2013. Zu den immer wieder beschworenen Gr\u00fcndungsmythen der Volksrepublik China geh\u00f6rt der Krieg\u2026","rel":"","context":"In &quot;China&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":574,"url":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=574","url_meta":{"origin":513,"position":4},"title":"Der Chinese, der Buddha und der Hund. Ein interkulturelles Missverst\u00e4ndnis aus der Sp\u00e4tzeit von Angkor","date":"21. Juli 2012","format":false,"excerpt":"Eigentlich war er ein kluger Beobachter und genauer Schilderer der Dinge. Er war zur\u00fcckhaltend und abw\u00e4gend in seinen \u00c4u\u00dferungen. Und er war bereit Neues zu lernen. Nachdem Zhou Daguan \u5468\u9054\u89c0 als Angeh\u00f6riger einer Gesandtschaft des chinesischen Kaisers 1295\/96 sich fast ein Jahr in Kambodscha aufgehalten hatte, gab er vorsichtig zu\u2026","rel":"","context":"In &quot;China&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":2470,"url":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2470","url_meta":{"origin":513,"position":5},"title":"Wir sind alle Chinesen \u2013 fast \u00fcberall. Zur Nationalit\u00e4t der Mone Wun in Birma","date":"12. Mai 2016","format":false,"excerpt":"Amanda Kwan & Ulrich Neininger,\u00a0Notizen zur Politik, Gesellschaft und Kultur im Grenzgebiet von China, Birma und Laos (6). Deutsche Universit\u00e4tslektoren in China, die in den neunziger Jahren mit ihren Studenten den in Deutschland popul\u00e4r gewordenen Satz \"Wir sind alle Ausl\u00e4nder - fast \u00fcberall\" diskutierten, erz\u00e4hlen von erstaunten Reaktionen. Die Studenten\u2026","rel":"","context":"In &quot;Notizen aus dem Grenzgebiet von China, Birma und Laos&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/513"}],"collection":[{"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=513"}],"version-history":[{"count":35,"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/513\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2916,"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/513\/revisions\/2916"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/ulrichneininger.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}