{"id":2860,"date":"2018-09-08T10:15:03","date_gmt":"2018-09-08T02:15:03","guid":{"rendered":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2860"},"modified":"2018-11-26T16:38:36","modified_gmt":"2018-11-26T08:38:36","slug":"die-chinesen-als-automaten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2860","title":{"rendered":"Das China der Europ\u00e4er (3): Die Chinesen als Automaten. Zu einem Tagebucheintrag Albert Einsteins"},"content":{"rendered":"<h2><\/h2>\n<p>Einige Eintr\u00e4ge aus dem Reisetagebuch, das Albert Einstein f\u00fchrte, als er sich 1922\/23 in Hongkong und Schanghai aufhielt, haben im Juni 2018 Schlagzeilen gemacht:<\/p>\n<p><em>Neuer Blick auf den Nobelpreistr\u00e4ger. Der Einstein-Schock: In seinen Tageb\u00fcchern offenbart das Genie rassistische Ideen. <\/em><em>Nazi victim Albert Einstein was a RACIST \u2013 shock opinions revealed<\/em><em>. Einstein in China: Rassismus eines Genies? <\/em><em>\u7231\u56e0\u65af\u5766\u662f\u79cd\u65cf\u4e3b\u4e49\u8005<\/em><em>? Les carnets de voyages d\u2019Einstein r\u00e9v\u00e8lent ses pens\u00e9es racistes. War Einstein ein Rassist? Einstein was a racist? His 1920s travel diaries contain shocking slurs against Chinese people. <\/em><\/p>\n<p>Als Einstein am 9. November 1922 in der Kronkolonie Hongkong eintraf, war, nach den archaischen Blutorgien des Ersten Weltkriegs, das Selbstbewusstsein der Europ\u00e4er schon arg angeschlagen, aber man konnte sich als Wei\u00dfer noch immer zu den Auserw\u00e4hlten z\u00e4hlen. Einstein galt zudem als humanit\u00e4re Lichtgestalt, ein Ruf, der sich auf seine untadelige pazifistische Haltung gr\u00fcndete. W\u00e4hrend des Krieges hatte er in Berlin zu einer Gruppe von Menschen geh\u00f6rt, die gegen den nationalistischen Taumel \u00fcber die Jahre unverdrossen zum Friedensschluss aufrief.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Lichtgestalten waren nach den Massenschl\u00e4chtereien von 14\/18 sehr gefragt, und die Medien\u00f6ffentlichkeit hielt Einstein daf\u00fcr besonders geeignet. Tats\u00e4chlich war er f\u00fcr diese Rolle nur schlecht vorbereitet, wie sich in seinen Reisetageb\u00fcchern zeigt.<\/p>\n<p>Zu seinen ersten Begegnungen in Hongkong geh\u00f6ren, \u201egeplagte Menschen, M\u00e4nner und Weiber, die f\u00fcr 5 Cent t\u00e4glich Steine klopfen und Steine tragen m\u00fcssen.\u201c Sp\u00e4ter, auf einem Ausflug zum Victoria-Peak, trifft er auf Rotten von Tagl\u00f6hnern, M\u00e4nner, Frauen und Kinder, die Ziegelsteine den Berg hochschleppen und f\u00fcr die er durchaus Mitgef\u00fchl zeigt: \u201eAermstes Volk der Erde, grausam mis[s]braucht und abgeschunden, schlimmer als das Vieh behandelt, Lohn der Bescheidenheit Sanftmut und Gen\u00fcgsamkeit.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Bei allem Mitgef\u00fchl scheint er nie auf den Gedanken zu kommen, dass zwischen der Kolonialherrschaft und dem Elend der Bev\u00f6lkerung eine Verbindung bestehen k\u00f6nnte. So \u00fcberschl\u00e4gt er sich fast vor Begeisterung f\u00fcr ein durch und durch verrottetes System.<\/p>\n<p>\u201eDie jetzige \u00fcppige Flora auf Honkong soll ganz von den Engl\u00e4ndern angelegt sein. Diese verstehen das Regieren bewunderungsw\u00fcrdig. Die Polizei wird durch importierte schwarze Inder von wunderbarem Wuchs besorgt, niemals werden Chinesen verwendet. F\u00fcr letztere haben die Engl\u00e4nder eine richtige Universit\u00e4t errichtet, um die in ihrer Lebenshaltung emporgestiegenen Chinesen an sich zu fesseln. Wer macht ihnen das nach?\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Entschuldigend k\u00f6nnte man sagen, dass er in China Gast von Angeh\u00f6rigen der kolonialen Kaste war, und das nachbetet, was ihm die Profiteure des Systems erz\u00e4hlt haben. Andere Informationen hatte er wohl nicht. Freilich h\u00e4tte man erwarten k\u00f6nnen, dass er bei seiner Beurteilung der Chinesen ein wenig nachdenkt, so als er schrieb:<\/p>\n<p>\u201eAlle sind im Lobe des Chinesen einig, aber auch \u00fcber intellektuelle Minderwertigkeit bez\u00fcglich Arbeit im Gesch\u00e4ft; bester Beweis: er erh\u00e4lt 10 mal weniger Lohn in der entsprechenden Stelle, und der Europ\u00e4er kann doch als Gesch\u00e4ftsangestellter erfolgreich mit ihm konkurrieren.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Das ist zumindest ein origineller bester Beweis f\u00fcr die Ungleichheit von Einkommen. Mit Beweisf\u00fchrungen jenseits seines Fachgebiets, scheint der gro\u00dfe Gelehrte gelegentlich doch heftige Schwierigkeiten gehabt zu haben. Ein Mann, der durch eine Gleichung ber\u00fchmt geworden ist, h\u00e4tte eigentlich merken m\u00fcssen, dass in der Gleichung <em>Hongkong = Ausbeutung + Massenelend + Schmutz = bewundernsw\u00fcrdige Regierung<\/em> sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat.<\/p>\n<p>Im \u201eChinesenviertel\u201c (Kowloon), wo die Menschen noch nicht zur Lebenshaltung der Engl\u00e4nder emporgestiegen waren und wo es keine kolonialen Prachtbauten und keine \u00fcppige Flora gab, beklagt er den Schmutz und den Gestank. \u201eFleissiges, dreckiges, stumpfes Volk. H\u00e4user sehr schablonenhaft, bienenzellenartige gegliedert Veranden, alles zusammengebaut und eint\u00f6nig.\u201c In Shanghai ist es dann auch nicht besser: Die Chinesen stumpf, die Stra\u00dfen vor Schmutz starrend. \u201e\u00dcberall respektabler Dreck.\u201c<\/p>\n<p>Einsteins Beobachtungen stehen ganz im Gegensatz zu denen des Arztes und Naturforschers F. J. F. Meyen, der sich 1832 unweit von Hongkong, in Kanton, aufhielt. Meyen schreibt \u00fcber die Vorstadt Henan s\u00fcdlich des Perlflusses: \u201eDie Strassen sind s\u00e4mtlich mit langen und breiten Trottoirs belegt, und es herrscht hier \u00fcberall eine Ordnung und eine Reinlichkeit, wie sie in Europ\u00e4ischen St\u00e4dten nicht zu finden ist, obgleich auch hier, ganz ebenso wie in Canton, ein ganz innormes Treiben und Wogen der Menschenmasse stattfindet.\u201c<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Hat nun einer der beiden Autoren seinen Bericht erfunden, oder lie\u00dfen die Chinesen ihre St\u00e4dte innerhalb von wenigen Jahrzehnten v\u00f6llig verdrecken? Tats\u00e4chlich gibt es einen wesentlichen Unterschied: Hongkong und Schanghai standen unter kolonialer Herrschaft, Kanton aber war frei davon. Der Kolonialismus hat die \u00fcblen Zust\u00e4nde, aus denen er die Kolonisierten emporzuheben versprach, erst geschaffen. So beruhen auch Einsteins Bemerkungen \u00fcber die stumpf dreinblickenden Menschen nicht unbedingt auf Vorurteilen. Menschen, die hungern oder auch nur schlecht ern\u00e4hrt sind, haben nun mal ein stumpfes Aussehen. Vor allem aber gab es ein ungeheures, vom Kolonialismus geschaffenes Opiumproblem.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> S\u00fcchtige aber zeichnen sich bekanntlich nicht durch einen wachen Blick aus.<\/p>\n<p>Bei seinen Spazierg\u00e4ngen durch Hongkong und Schanghai zeigt sich Einstein sehr beeindruckt von der gro\u00dfen Zahl der Chinesen. Schon seit jeher hatten europ\u00e4ische Reisende vermutet, dass es bei der Fruchtbarkeit der Frauen in China nicht mit rechten Dingen zugehen k\u00f6nne. Das Stra\u00dfenbild gleiche dem Bild einer im Marsch begriffenen Armee, hei\u00dft es in einem Lexikonartikel aus dem Jahre 1743,\u00a0 \u201ewor\u00fcber auch die Portugiesen, als sie dahin kamen, dermassen erstaunten, da\u00df sie fragten, ob etwan die Chinesischen Weiber auf einmahl 12 Kinder h\u00e4tten?\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Auch Einstein staunt und spekuliert auch gleich \u00fcber die Ursachen der \u00dcberbev\u00f6lkerung. In China bestehe nur ein geringer Unterschied \u201ezwischen M\u00e4nnern und Weibern\u201c, und er k\u00f6nne nicht begreifen, welchen Reiz die Chinesinnen aus\u00fcben, dass die M\u00e4nner \u201esich gegen den formidabeln Kindersegen so schlecht zu wehren verm\u00f6gen.\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Das Wort <em>Weiber<\/em>, im Jahr 1922 niedergeschrieben, spricht f\u00fcr sich. Gerade wenn es um demographische Fragen geht, schl\u00e4gt die weltber\u00fchmte Menschenfreundlichkeit Einsteins leicht in Misanthropie und Misogynie um. So \u00fcberlegte er, als gerade die letzten der siebzehn Millionen Leichen vom Schlachtfeld getragen wurden, ob aus Gr\u00fcnden der Bev\u00f6lkerungsreduktion der Krieg nicht eine begr\u00fc\u00dfenswerte Veranstaltung sei. Ihn habe, schrieb er im August 1918 an Max Born, die Nachricht erschreckt, dass Europas Bev\u00f6lkerung im 19. Jahrhundert von 113 Millionen auf fast 400 Millionen angewachsen ist. Das sei doch \u201eein schrecklicher Gedanke, der einen fast mit dem Krieg befreunden k\u00f6nnte.\u201d<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Der Widerspruch zwischen Menschenfreundlichkeit und Menschenverachtung, der hier so offen zu Tage tritt, erkl\u00e4rt sich aus der Herkunft von Einsteins pazifistischer Gesinnung. Einsteins antimilitaristische Haltung ist nicht, wie es der Mythos will, ein Produkt eines tief empfundenen Humanismus. Seine Haltung n\u00e4hrt sich aus dem Widerwillen des s\u00fcddeutschen B\u00fcrgertums gegen die preu\u00dfischen Junker. Das s\u00fcddeutsch Zivile, der schw\u00e4bisch-j\u00fcdische B\u00fcrger, steht in der Gestalt Einsteins gegen Preu\u00dfens Gloria und eine gro\u00dfm\u00e4ulige Milit\u00e4rkaste. Riskant war das f\u00fcr ihn nie \u2013 nicht einmal in Berlin w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Dieser kostenlose Edelmut diente Einstein, nachdem er ber\u00fchmt geworden war, vor allem der Pflege der Eigenmarke <em>Albert Einstein<\/em>. Dass er ohne humanistische Skrupel \u00fcber Menschen als demographisch unerw\u00fcnschte Masse spekulieren kann, oder dass er dem Atombombenabwurf \u00fcber Hiroshima interessiert aber tatenlos entgegensieht, ist also so verwunderlich nicht.<\/p>\n<p>Einstein und die Abneigung gegen die Vielen. Dass der Welt die Gelbe Gefahr droht, war seit langem eine gemeineurop\u00e4ische Furcht. Kaum war das Schiff in den Hafen von Singapur eingelaufen, notierte er seine ersten Eindr\u00fccke von den Chinesen: \u201eDie Chinesen verm\u00f6gen jedes andere Volk zu verdr\u00e4ngen durch Fleiss, Anspruchslosigkeit, Kinderreichtum.\u201c<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> So sah er die Chinesen schon auf dem Vormarsch. \u201eSingapore ist fast ganz in ihren H\u00e4nden\u201c, meldete er. Nun haben sich die Chinesen aber nicht in Kolonnen \u00fcber S\u00fcdostasien ausgebreitet, um die Einheimischen zu verdr\u00e4ngen. Sie kamen, angeworben von englischen Firmen, im Kulihandel als billige Arbeitskr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Eigentlich war die Gelbe Gefahr ein Schlagwort der Konservativen, das sich gegen Pazifisten wie Einstein richtete. Ein sanftm\u00fctiges, immer schw\u00e4cheres, von pazifistischen Tr\u00e4umern verf\u00fchrtes Europa, so lautete die Warnung, liefere sich den Asiaten schutzlos aus. In den Worten des (von Arthur Schnitzler erdachten) k.u.k. Leutnants Gustl: \u201eAm liebsten m\u00f6chten sie gleich\u2019s ganze Milit\u00e4r abschaffen; aber wer ihnen dann helfen m\u00f6cht&#8216;, wenn die Chinesen \u00fcber sie kommen, daran denken sie nicht.\u201c<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Die Drohung, dass die Chinesen \u00fcber ihn kommen, machte Einstein auch nicht wirklich Sorgen. Er war einfach ennuyiert von der Aussicht, dass es nur noch Chinesen gibt. \u201eEs w\u00e4re doch schade, wenn diese Chinesen alle andern Rassen verdr\u00e4ngten. F\u00fcr unsereinen ist schon der Gedanke daran uns\u00e4glich langweilig.\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Einsteins Phobien sind eingebettet in eine allgemeine Misanthropie. Die Europ\u00e4er von Schanghai bezeichnet er als faul, selbstbewusst und hohl, und im selben Eintrag notiert er \u00fcber einen Empfang: \u201ej\u00fcdische und sonstige schmalzige Spiesser in Schar[r]en, \u00fcbliche H\u00e4ndedr\u00fccke und Reden \u2014 abscheulich.\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Er findet also nicht nur die Chinesen unleidlich, die meisten anderen Menschen sind ihm auch zuwider. Ansonsten war er ein Vertreter seiner Epoche. Europ\u00e4ische Reisende der Kolonialzeit haben oft d\u00fcmmere Beschreibungen der Chinesen hinterlassen und nur selten kl\u00fcgere.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>2.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach einem Spaziergang durch Schanghai \u2013 herrliches Wetter, aber in den Gassen wimmelt es, es ist dreckig und stinkt \u2013 notiert Einstein: \u201eMerkw\u00fcrdiges Herdenvolk, oft respektable B\u00e4uchlein, immer gute Nerven, oft mehr Automaten als Menschen \u00e4hnelnd.\u201c<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Das Wort <em>Herdenvolk<\/em> hat er von Nietzsche entliehen, der die Sprache seiner Generation um Begriffe wie Herden-Menschheit, Herdentier-Europ\u00e4er, Herdentier-Moral, Herden-Denkweise, Herden-Natur bereichert hat. Nietzsches Vokabeln waren seinerzeit in der Konversation des B\u00fcrgertums unverzichtbar, wenn es darum ging die Massengesellschaften, in Europa oder sonst wo, zu beschreiben.<\/p>\n<p>Zur Beschreibung von Menschen, die Automaten \u00e4hneln, fallen einem zuvorderst Arbeiter am Flie\u00dfband ein \u2013 Amerikaner, Europ\u00e4er. Die Chinesen waren noch lange nicht so weit fortgeschritten. Was hat Einstein also gesehen, Menschen, die auf den Stra\u00dfen herumwimmeln, oder Menschen, die sich diszipliniert wie Automaten verhalten?<\/p>\n<p>Das Bild von den Automaten entsprang gewiss nicht der Beobachtung. Einstein greift hier auf eine alteingef\u00fchrte Schablone zur\u00fcck, die der Liberalismus, der das absolutistische Preu\u00dfen mit China gleichsetzte, gepr\u00e4gt hatte. Danach war der chinesische (preu\u00dfische) Staat ein maschinenartiges Gebilde, und die Einwohner R\u00e4dchen, die in dieser Maschinerie zu funktionieren hatten.<\/p>\n<p>F\u00fcr den 48er Revolution\u00e4r Johannes Scherr etwa, der sich in seinem Schweizer Exil als Kulturhistoriker etablierte, ist der \u201edeutsch-chinesische Absolutismus und Bureaukratismus\u201c ver\u00adantwortlich f\u00fcr die Politik der Restauration. Dabei ist China f\u00fcr ihn der \u201eAutomat der Weltgeschichte.\u201c<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Schopenhauer, der Scherrs politische \u00dcberzeugungen keineswegs teilt, aber sich mit ihm einig ist, dass Hegel und seine Schule im Interesse der preu\u00dfischen Staatsmaschinerie den B\u00fcrgern die\u00a0 Freiheitsrechte verweigern wollen, schreibt: \u201eEinige deutsche Philosophaster dieses feilen Zeitalters m\u00f6chten ihn [den Staat] verdrehen zu einer Moralit\u00e4ts-Erziehungs- und Erbauungs-Anstalt: wobei im Hintergrund der Jesuitische Zweck lauert, die pers\u00f6nliche Freiheit und indivi\u00adduelle Entwicklung des Einzelnen auf\u00adzuheben, um ihn<em> zum blo\u00dfen Rade einer chinesischen Staats- und Religions-Maschine zu machen<\/em>. Dies aber ist der Weg, auf welchem man weiland zu Inquisitionen, Autos de F\u00e9 und Reli\u00adgionskriegen gelangt ist: &#8230;&#8220;<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p>Vorstellungen vom Kosmos als Maschine (Johannes Kepler), vom Staat als Maschine (Thomas Hobbes) und vom Menschen als Maschine (Ren\u00e9 Descartes) hatten schon lange das europ\u00e4ische Denken besch\u00e4ftigt, als die Aufkl\u00e4rer sich f\u00fcr China zu interessieren begannen, die Korrespondenz der Jesuiten aus Peking auswerteten, und dann meinten einen Staat gefunden zu haben, der tats\u00e4chlich wie eine Maschine funktioniere.<\/p>\n<p>Die preu\u00dfische Regierung unter Friedrich dem Gro\u00dfen zeigte sich von diesen Interpretationen beeindruckt. \u201eEin wohleingerichteter Staat\u201c erkl\u00e4rte Mitte des 18. Jahrhunderts der\u00a0 Kameralist und sp\u00e4tere preu\u00dfische Staatsbeamte J.H.G. von Justi \u201emu\u00df vollkommen einer Maschine \u00e4hnlich sein, wo alle R\u00e4der und Triebwerke auf das genaueste ineinanderpassen, und der Regent mu\u00df der Werkmeister, die erste Triebfeder oder die Seele sein, wenn man so sagen kann, die alles in Bewegung setzt.\u201c<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/p>\n<p>Als R\u00e4dchen im R\u00e4derwerk funktionierten die, nach chinesischem Vorbild durch ein rationales Examenssystem ausgew\u00e4hlten Beamten.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Statt wie bis dahin die famili\u00e4ren (aristokratischen) Verbindungen, sollten k\u00fcnftig eine Fachausbildung und bestandene Examina \u00fcber die Besetzung eines Amts entscheiden. Friedrich der Gro\u00dfe gr\u00fcndete dazu eine \u201eOberexaminations\u00adkommission\u201c, die Aspiranten mit Universit\u00e4tsabschluss in einem mehrstufigen Pr\u00fcfungsverfahren auf ihre Eignung f\u00fcr den Staatsdienst pr\u00fcfte.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a> Friedrichs zeitweiliger Hofphilosoph Voltaire, der dem K\u00f6nig lange Episteln \u00fcber die politische Weisheit der Konfuzianer schrieb, befand, dass in Preu\u00dfen ein Idealstaat nach chinesischem Muster entstehe, und er lobte Friedrich, der so weise regiere wie der Kaiser in Peking.<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/p>\n<p>Einige Jahrzehnte lang konnten sich die Preu\u00dfen \u00fcber den Vergleich mit China freuen. Nach der Franz\u00f6sischen Revolution aber ver\u00e4nderte sich das europ\u00e4ische Chinabild schlagartig. Mit Jean-Jacques Rousseau hatte sich das Ende der China-Begeisterung angek\u00fcndigt. Rousseau sah die \u00a0chine\u00adsi\u00adsche Gesellschaft einer versteinerten Etikette unter\u00adworfen, prunks\u00fcchtig, intrigant und geschw\u00e4tzig &#8211; genau wie die Rokoko-Gesellschaft: \u201eGelehrt, feige, Heuchler, Scharla\u00adtane, Vielredner ohne etwas zu sagen, voll Geist doch ohne ein Genie, reich an Riten, aber unfruchtbar an Ideen, h\u00f6flich zuvor\u00adkommend, gewandt, betr\u00fcgerisch und schurkisch, sieht es alle seine Pflichten in der Etikette, alle Moral in der Ziere\u00adrei, kennt es keine andere Humanit\u00e4t als Gr\u00fc\u00dfen und Reverenz.\u201c<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a><\/p>\n<p>Gleich in den Anfangsjahren der Franz\u00f6sischen Revolution nennt Herder den chinesischen Staat eine in sich selbst gegr\u00fcndete, zu jeglicher Ver\u00e4nderung unf\u00e4hige Maschinerie, deren R\u00e4derwerk selbst nach einem dynastischen Umsturz wie eh und je weiterlaufe. So h\u00e4tten die Mandschuren bei der Eroberung Chinas den Staat als \u201eLehnstuhl kindlicher Sklaverei\u201c vorgefunden, auf dem sie es sich dann nur bequem zu machen brauchten. \u201eDagegen die Nation in jedem Gelenk ihrer selbsterbaueten Staatsmaschine so sklavisch dienet, als ob es eben zu dieser Sklaverei erfunden w\u00e4re.\u201c<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\">[24]<\/a><\/p>\n<p>Die Feinde der preu\u00dfischen Autokratie kamen bald auf den Kunstgriff, China zu beschreiben, wenn Preu\u00dfen gemeint war. Die Lyriker insbesondere beherrschten dieses Spiel souver\u00e4n.<\/p>\n<p>Heinrich Heine persifliert die Verh\u00e4ltnisse am Berliner Hof unter Friedrich Wilhelm IV. und l\u00e4sst den chinesischen Kaiser sagen: \u201eSobald ich getrunken meinen Schnaps\/ Steht China ganz in Bl\u00fcte.\/ &#8230;\u00a0 Ich selber werde fast ein Mann,\/ Und meine Frau wird schwanger.\/ &#8230; Die Mandarinenritterschaft,\/ Die invaliden K\u00f6pfe,\/ Gewinnen wieder Jugendkraft,\/ Und sch\u00fctteln ihre Z\u00f6pfe.\u201c<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\">[25]<\/a><\/p>\n<p>Der reaktion\u00e4re Staat ist immer auch Polizeistaat. Als Kaiser von China war Friedrich Wilhelm IV. der Monarch, der seine Untertanen permanent \u00fcberwachen l\u00e4sst: \u201eSagen Sie, mein grundgelehrter\/ Herr Professor, wissen Sie:\/ Welche, auf der ganzen Erde\/ Ist die frei&#8217;ste Monarchie?\/ China ist&#8217;s! Da\u00df Sie&#8217;s nicht wu\u00dften!\/ Und es liegt wahrhaftig nah&#8216;!\/ Der Beschr\u00e4nkteste von allen\/ Menschen ist der Kaiser da.\u201c<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\">[26]<\/a> (Adolf Gla\u00dfbrenner, <em>Verbotene Gedichte<\/em>, 1851). Georg Herwegh schlie\u00dflich schreibt Spottverse \u00fcber die Zeit \u201eals noch kein Asiate, an der Spree gehaust\u201c am Hoangho schon Tee getrunken wurde: \u201eUnd wo ihn tranken mehr als drei\/ Chinesen, kam die Polizei.\u201c<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\">[27]<\/a><\/p>\n<p>Die nicht von der Hand zu weisende Beobachtung, dass China ein Polizeistaat ist, verbindet sich mit der Behauptung, China bleibe sich ewig gleich. Die Chinesen seien, sagt Schelling, \u201eeine blo\u00dfe Menschheit, die sich selbst nicht etwa f\u00fcr eines der V\u00f6lker, sondern gegen\u00fcber von allen V\u00f6lkern als die eigentliche Menschheit ansehen (worin sie auf gewisse Weise Recht haben, inwiefern sie eben kein Volk sind wie die andern).\u201c<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\">[28]<\/a><\/p>\n<p>Das Bild von der chinesischen Staatsmaschinerie fand Eingang in die popul\u00e4ren Enzyklop\u00e4dien und geh\u00f6rte bald zum Bestand der b\u00fcrgerlich-liberalen Weltanschauung. So hei\u00dft es in <em>Meyer&#8217;s Universum <\/em>(1860), die Gesetzgebung Chinas sei ihren Prinzipien nach das vollendetste Muster zur V\u00f6lkerbegl\u00fcckung. \u201eAber in ihrer bisherigen Praxis ist sie gerade das Gegenteil von Dem, was sie seyn sollte, &#8211; \u00a0sie ist eine Maschine, die Civilisation zum Stillstehen zu zwingen, die V\u00f6lker zu Rotten von Heuchlern und Sklaven zu machen, oder sie zu schlafenden Winterthieren\u00a0 zu entw\u00fcrdigen.\u201c<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\">[29]<\/a><\/p>\n<p>Diese verquere Sentenz nimmt Einsteins China in seiner ganzen Eigent\u00fcmlichkeit vorweg. Die Chinesen, bemerkt der Reisende beim Anblick der Arbeiter, die f\u00fcr 5 Cent t\u00e4glich Steine klopfen, werden \u201ef\u00fcr ihre Fruchtbarkeit von der f\u00fchllosen Wirtschaftsmaschine hart gestraft. Ich glaube, sie merken es kaum in ihrer Stumpfheit, aber traurig zu sehen ist es.\u201c Einsteins f\u00fchllose Wirtschaftsmaschine, die Strafen f\u00fcr Fruchtbarkeit verh\u00e4ngt, ist eine ebenso seltsame Konstruktion wie <em>Meyer&#8217;s <\/em>Maschine zum Anhalten der Zivilisation. Wie die Zivilisationsstillstands\u00admaschine und die Fruchtbarkeitsbestrafungsmaschine funktionieren, bleibt letztlich ein R\u00e4tsel. Eindeutig aber ist, dass f\u00fcr die Ausbeutung der Hongkonger Arbeiter die bewundernsw\u00fcrdige englische Kolonialregierung verantwortlich war.<\/p>\n<p>Das Wort<em> stumpf<\/em> fehlt selten, wenn Einstein die Chinesen beschreibt, die sich, von wie Vieh behandeln lie\u00dfen. In einem einzigen Satz seiner Aufzeichnungen klingt freilich das Unwahrscheinliche an: Die ewig Sanftm\u00fctigen k\u00f6nnten sich wehren. \u201eSie sollen \u00fcbrigens vor einiger Zeit mit merkw\u00fcrdig guter Organisation einen Lohnstreik erfolgreich durchgef\u00fchrt haben.\u201c<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\">[30]<\/a> Die schlafenden Wintertiere? Wirklich?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kanton, im August 2018<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Hubert Goenner, <em>Einstein in Berlin 1914-1933<\/em>, M\u00fcnchen 2005: 68 ff.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <em>The Collected Papers of Albert Einstein<\/em>, Bd. 13, <em>The Berlin Years: Writings and Correspondence, January 1922- March 1923<\/em>, Princeton 2012 :545.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Einstein, <em>Collected Papers<\/em>, Bd. 13 :541.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Einstein, <em>Collected Papers<\/em>, Bd. 13 :541.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Meyen, F.J.F., <em>Reise um die Erde ausgef\u00fchrt auf dem K\u00f6niglich preussischen Seehandlungs-Schiffe Prinzess Louise, commandirt von Capitain W. Wendt, in den Jahren 1830, 1831 und 1832<\/em>, Bd. 2, Berlin 1835 :369.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Das 1911 geschlossene Abkommen, in dem sich die Briten verpflichteten,\u00a0 kein Opium mehr in Provinzen zu liefern, die f\u00fcr\u00a0 &#8222;clean&#8220; erkl\u00e4rt worden waren, galt nicht f\u00fcr Schanghai. Pan Ling, <em>In Search of Old Shanghai<\/em>, Schanghai 1982 :28.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> <em>Zedlers Grosses Universallexicon<\/em>, Halle 1743, Bd. 37, Artikel <em>Sina<\/em> :1560.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Einstein, <em>Collected Papers<\/em>, Bd. 13, Eintrag vom 3. Nov. 1922.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Hubert Goenner, <em>Einstein in Berlin 1914-1933<\/em>, M\u00fcnchen 2005 :81.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Der pazifistische Kreis, dem Einstein im Ersten Weltkrieg angeh\u00f6rte, blieb weitgehend unbehelligt. Dazu: H. Goenner, <em>Einstein in Berlin<\/em> :75 ff. Ob Einstein sich auch in Frankreich, wo er als Landesverr\u00e4ter ins Gef\u00e4ngnis gegangen w\u00e4re, zum Niederlegen der Waffen aufgerufen h\u00e4tte, darf angesichts seines Verhaltens im Sommer 1945 bezweifelt werden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> 3. Nov. 1922, Einstein, <em>Collected Papers<\/em>, Bd. 13 :540.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Schnitzler, <em>Leutnant Gustl<\/em>, in <em>Meistererz\u00e4hlungen<\/em>, Frankfurt 1972 :152.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Einstein, <em>Collected Papers<\/em>, Bd. 13 :541.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Einstein, <em>Collected Papers<\/em>, Bd. 13, Eintrag vom 1. Jan. 1923.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Einstein, <em>Collected Papers<\/em>, Bd. 13 :542.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Johannes Scherr,\u00a0<em>Geschichte deutscher Cultur und Sitte: in drei B\u00fcchern<\/em>, Leipzig 1852 :599.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Arthur Schopenhauer, <em>Preisschrift \u00fcber die Grundlage der Moral<\/em>, (1840) <em>Werke<\/em>, Hg. L. L\u00fctkehaus, Z\u00fcrich 1988, Bd. 3 :574.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Johann Heinrich Gottlob von Justi,\u00a0 <em>Gesammelte politische und Finanzschriften \u00fcber wichtige Gegenst\u00e4nde der Staatskunst, der Kriegswissenschaften und des Kameral- und Finanzwesens<\/em>, Bd. 3, Kopenhagen 1764 :87.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Schon Friedrich Wilhelm I. (1713-1740), der zwar stets behauptete nur aus der Erfahrung zu sch\u00f6pfen, orientierte sich bei der Modernisierung des Staatsapparates offenkundig am chinesischen Vorbild. Dazu: Gerhard Oestreich, <em>Friedrich Wilhelm I. Preu\u00dfischer Absolutismus, Merkantilismus, Militarismus<\/em>, G\u00f6ttingen 1977 :112.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> John C. G. R\u00f6hl, <em>Kaiser, Hof und Staat. Wilhelm II. und die deutsche Politik<\/em>, M\u00fcnchen 1987 :143.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> <em>W. R. Berger<\/em>, <em>China-Bild<\/em>\u00a0<em>und China-Mode im Europa der Aufkl\u00e4rung<\/em>, Wien\u00a0 1990 :71, Anm. 58; dazu Engemann, Walter, <em>Voltaire und China &#8211; Ein Beitrag zur Geschichte der V\u00f6lkerkunde und zur Geschichte der Geschichtsschreibung sowie zu ihren gegenseitigen Beziehungen<\/em>, Diss., Leipzig 1932 :91 ff. u. Guy, Basil, <em>The French Image of China before and after Voltaire<\/em> (<em>Studies on Voltaire and the Eighteenth Century<\/em>, Bd. 21), Genf 1963 :283 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Rousseau, zit. in Ursula Aurich, <em>China im Spiegel<\/em><em> der Literatur des 18. Jahrhunderts<\/em>, Berlin 1935 :32.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Johann Gottfried Herder, <em>Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit<\/em>,\u00a0 3. Teil, Riga und Leipzig 1790 :22.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Heinrich Heine, <em>Neue Gedichte <\/em>(<em>Der Kaiser von China<\/em>, 1844), Hamburg 1844,\u00a0 (H. Heine, <em>S\u00e4mtliche Werke<\/em>, Bd. 2, Hg. Hans Kaufmann, M\u00fcnchen 1964 :56).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a> Adolf Gla\u00dfbrenner, <em>Verbotene Gedichte<\/em> (annonym in Bern, 1851, als <em>Gedichte<\/em> erschienen). Ernst Rose, <em>Blick nach Osten: Studien zum Sp\u00e4twerk Goethes und zum Chinabild in der deutschen Literatur des neunzehnten Jahrhunderts (Kanadische Studien zur deutschen Sprache und Literatur)<\/em> 1981 :105 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> <em>Ein neuer Leich vom Himmlischen Reich<\/em>, 1866,\u00a0 <em>Herweghs Werke<\/em>, Berlin\/Weimar, 3. Aufl. 1977 :243.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, <em>Philosophie der Mythologie<\/em>, Bd. 2, Darmstadt 1976 (Nachdruck v. Stuttgart +1857,) :522<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> <em>Meyer&#8217;s Universum <\/em>(1860), Bd. 8 :18.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Einstein, <em>Collected Papers<\/em>, Bd. 13 :541.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einige Eintr\u00e4ge aus dem Reisetagebuch, das Albert Einstein f\u00fchrte, als er sich 1922\/23 in Hongkong und Schanghai aufhielt, haben im Juni 2018 Schlagzeilen gemacht: Neuer Blick auf den Nobelpreistr\u00e4ger. Der Einstein-Schock: In seinen Tageb\u00fcchern offenbart das Genie rassistische Ideen. 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