{"id":2176,"date":"2015-08-27T10:21:47","date_gmt":"2015-08-27T08:21:47","guid":{"rendered":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176"},"modified":"2018-11-26T19:19:07","modified_gmt":"2018-11-26T11:19:07","slug":"oberbirma-1907-wie-die-deutschen-einen-markt-ubernahmen-und-sich-einen-krieg-einhandelten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176","title":{"rendered":"Oberbirma 1907: Wie die Deutschen einen Markt \u00fcbernahmen und sich einen Krieg einhandelten. Zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs. Ein Fallbeispiel"},"content":{"rendered":"<p><!-- Google Analytics --><br \/>\n<script>\n(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){\n(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),\nm=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)\n})(window,document,'script','https:\/\/www.google-analytics.com\/analytics.js','ga');<\/p>\n<p>ga('create', 'UA-33539497-1', 'auto');\nga('send', 'pageview');\n<\/script><br \/>\n<!-- End Google Analytics --><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Amanda Kwan &amp; Ulrich Neininger,\u00a0Notizen zur Politik, Gesellschaft und Kultur im Grenzgebiet von China, Birma und Laos (4).<\/h2>\n<p>Must get those old glasses of mine set right. Goerz lenses six guineas. Germans making their way everywhere. Sell on easy terms to capture trade. Undercutting.<\/p>\n<p>James Joyce, <em>Ulysses (Bloomsday, 16. Juni 1904)<\/em><\/p>\n<pre style=\"text-align: justify;\"><\/pre>\n<p style=\"text-align: justify;\">Archibald Ross Colquhoun, ein f\u00fchrender britischer Kolonialpolitiker, ver\u00f6ffentliche 1885 ein Buch, das schon im Titel keinen Zweifel daran zulie\u00df, worauf es in Birma ankommt: <em>Burma and the Burmans or &#8222;The best unopened market in the world.&#8220;<\/em><sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-1' id='fnref-2176-1' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>1<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">England hatte bereits in zwei Kriegen die birmanischen K\u00fcstengebiete und den Hafen Rangun annektiert. Oberbirma mit der Hauptstadt Mandalay war freilich noch unabh\u00e4ngig. Der K\u00f6nig Thibaw galt als schwacher Monarch, der, wie es hie\u00df, unter der Fuchtel seiner Frau Supayalat stehe. Der ehemalige buddhistische M\u00f6nch kaufte nicht nur alle Sklaven in der Hauptstadt frei, er war auch exzentrisch genug, seine Religion ernst zu nehmen und das T\u00f6ten und die K\u00e4fighaltung von Tieren in seinem Reich zu verbieten.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-2' id='fnref-2176-2' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>2<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige Jahre zuvor, 1878, hatte eine Palastclique, um Thibaws Herrschaft zu sichern, ohne Wissen des K\u00f6nigs eine Anzahl m\u00f6glicher Thronpr\u00e4tendenten festnehmen und ermorden lassen.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-3' id='fnref-2176-3' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>3<\/a><\/sup> Die britische Kaufmannschaft in Rangun verbreitete ihre eigene Version der Vorg\u00e4nge. Die Geschichte vom finsteren K\u00f6nig Thibaw und seiner blutr\u00fcnstigen Gemahlin Supayalat, die hohnlachend zusehen, wie gedungene M\u00f6rder kleine Prinzen gegen die Kerkerwand werfen, sollte die britische \u00f6ffentliche Meinung auf eine Annexion Birmas vorbereiten. Es war n\u00e4mlich ein langgehegter Wunsch der Kaufleute, dass das birmanische Volk befreit und der erleuchteten Herrschaft der Kolonialregierung in Indien unterstellt werden m\u00f6ge.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-4' id='fnref-2176-4' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>4<\/a><\/sup> Die englische Regierung indes zeigte sich an einer Invasion vorerst nicht interessiert, zumal sie sich an der Nordwestgrenze ihrer indischen Besitzt\u00fcmer in einem Krieg mit den russlandfreundlichen Afghanen befand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freilich stand der Hof von Mandalay fortan unter genauer Beobachtung. Colquhoun \u00e4u\u00dferte sich dazu so:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs ist kein allzu gro\u00dfes Problem, den birmanischen K\u00f6nig zur Vernunft zu bringen; da braucht es nur eine ein bisschen strengere Behandlung (<em>a little firm handling<\/em>). Das h\u00e4tte schon l\u00e4ngst geschehen sollen, aber der gegenw\u00e4rtige Zeitpunkt eignet sich nicht besonders f\u00fcr drastische Ma\u00dfnahmen. Es ist alles machbar, ohne dass man gleich zur Annexion schreiten oder ein Protektorat errichten muss; aber je l\u00e4nger es dem ignoranten, schwachen und boshaften Herrscher, der nun auf dem Thron sitzt, gestattet ist, unsere Macht zu missachten und seine dauernde Misswirtschaft fortzusetzen, desto mehr wird er f\u00fcr ausl\u00e4ndische Intrigen zug\u00e4nglich sein, die gegen unsere und gegen seine eigenen Interessen gerichtet sind, und desto schwieriger wird es, damit fertig zu werden.\u201c<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-5' id='fnref-2176-5' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>5<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Colquhouns Text geh\u00f6rte zu einer nun bald erfolgreichen Kampagne, mit der die britische Wirtschaft, vertreten durch ihre Handelskammern, auf eine \u201eMarkt\u00f6ff\u00adnung\u201c dr\u00e4ngte und dabei behauptete, ohne Hinterland sei der Kolonialbesitz an der K\u00fcste ein Verlustgesch\u00e4ft. Und wer kann sich schon Verlustgesch\u00e4fte leisten? Oberbirma brauche also englische Waren, und England brauche die Rohstoffe, das Teakholz, das Erd\u00f6l und die Edelsteine, an denen das Land so reich ist. Au\u00dferdem versprachen sich die <em>Chambers of Commerce<\/em> vom Zugang zu den s\u00fcdwestchinesischen Provinzen, die an Birma grenzen, einen weiteren gewaltigen Absatzmarkt.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-6' id='fnref-2176-6' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>6<\/a><\/sup> Man plante auch schon eine Eisenbahn, um Waren, aber auch chinesische Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr die Plantagen, die H\u00e4fen und die Bergwerke des Empire, transportieren zu k\u00f6nnen. Auch der britische Opiumhandel, der seit l\u00e4ngerem unter einem \u00dcberangebot und dem daraus resultierenden Preisverfall litt, w\u00fcrde durch die Erschlie\u00dfung der M\u00e4rkte in Oberbirma, aber vor allem der im benachbarten S\u00fcdwestchina, wieder profitabler.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-7' id='fnref-2176-7' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>7<\/a><\/sup> Dazu musste dann nur das schon von K\u00f6nig Mindon erlassene, allen Grunds\u00e4tzen des Freihandels widersprechende Opiumverbot, aufgehoben werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zus\u00e4tzlichen Antrieb erhielt die Kampagne durch die Furcht vor den Franzosen, die nach Birma und Y\u00fcnnan vordringen, und sich dann \u201eall die wertvollen Produkte, die auf diesen jungfr\u00e4ulichen Feldern des Handels zu haben sind\u201c, aneignen k\u00f6nnten.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-8' id='fnref-2176-8' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>8<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Birmanen hatten keine eigenen Zeitungen und auch sonst kaum M\u00f6glichkeiten, sich in der Welt Geh\u00f6r zu verschaffen. So hatten die englische Wirtschaft und die ihr verpflichtete Presse von keiner Seite Widerspruch zu erwarten, als sie den gebildeten, nachdenklichen und friedfertigen K\u00f6nig als <em>shocking fellow, <\/em>\u201egrausamer als Nero\u201c, portr\u00e4tierte<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-9' id='fnref-2176-9' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>9<\/a><\/sup> und sein Volk als unterdr\u00fcckte, auf die englischen Befreier wartende Masse darstellte.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-10' id='fnref-2176-10' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>10<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anfang des Jahres 1885 hatte eine birmanische Delegation in Paris \u00fcber den Bau einer Eisenbahnlinie und \u00fcber die Gr\u00fcndung einer Nationalbank verhandelt und einen Freundschaftsvertrag geschlossen. Es war auch von einem Geheimvertrag die Rede, mit dem sich die Franzosen Sch\u00fcrfrechte in den Edelsteinminen, Holzkon\u00adzessionen und Zollrechte gesichert h\u00e4tten.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-11' id='fnref-2176-11' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>11<\/a><\/sup> Ausl\u00e4ndische Intrigen, \u201edie gegen unsere und gegen seine eigenen Interessen gerichtet sind\u201c, schienen beim K\u00f6nig und am Hof von Mandalay doch tats\u00e4chlich Geh\u00f6r zu finden.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-12' id='fnref-2176-12' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>12<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun war Gefahr im Verzug. So war Colquhouns Buch beim Erscheinen auch gleich wieder \u00fcberholt, denn <em>a little firm handling<\/em> reichte offenbar nicht mehr aus, um die kolonialen Interessen durchzusetzen. Und es gab auch schon einen Anlass f\u00fcr drastische Ma\u00dfnahmen. Die <em>Bombay Burmah Trading Corporation<\/em>, die mit Holz, Erd\u00f6l und Tee handelte, hatte sich die Konzession zur Abholzung der Teakst\u00e4mme in den W\u00e4ldern von Ningyan, einem Gebiet, das ans britische Kolonialgebiet grenzte, gesichert und den birmanischen Staat bei der Abrechnung \u00fcber Jahre hinweg um betr\u00e4chtliche Summen betrogen. Nachdem das k\u00f6nigliche Kabinett (Hlutdaw) in Mandalay die Konzession\u00e4re zu einer Strafzahlung verurteilt hatte, wollten die den Fall vor ein britisches Schiedsgericht bringen.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-13' id='fnref-2176-13' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>13<\/a><\/sup> Das Kabinett aber bestand auf seiner Entscheidung und deutete an, es k\u00f6nne die Konzession ja k\u00fcnftig an ein franz\u00f6sisches Konsortium vergeben. Die Briten hielten nun das nun f\u00fcr eine besondere Boshaftigkeit. Der Hof in Mandalay war offenkundig derart heruntergekommen, dass er, wie es in ihrer diplomatischen Korrespondenz hei\u00dft, \u201eunf\u00e4hig war dem Druck und der Versuchung durch die Franzosen\u201c zu widerstehen.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-14' id='fnref-2176-14' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>14<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kolonialregierungen in Kalkutta und Rangun rieten dazu K\u00f6nig Thibaw abzusetzen, aber zur Wahrung des sch\u00f6nen v\u00f6lkerrechtlichen Scheins einen Marionettenk\u00f6nig zu installieren und Birma so zum Protektorat zu machen. In London hingegen betrieb Lord Randolph Churchill, der f\u00fcr Indien zust\u00e4ndige Minister, einen Anschluss an die indischen Besitzungen, der schnell und ohne die \u00fcbliche Berufung auf die zivilisatorischen Errungenschaften des Abendlandes und die ewigen Werte der Menschheit, ganz unkompliziert als gew\u00f6hnlicher Raubzug durchgef\u00fchrt werden sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im November 1885 vereinten die Briten unter ihrem General Harry North Dalrymple Prendergast elftausend Mann zum Marsch auf Mandalay. Sie erreichten die Hauptstadt ohne auf viel Widerstand zu treffen. Der K\u00f6nig kapitulierte kampflos, und die britische Armee brannte noch in der Nacht nach ihrer Ankunft das Staatsarchiv nieder und r\u00e4umte, teils auf eigene Rechnung<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-15' id='fnref-2176-15' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>15<\/a><\/sup>, dann aber auch zugunsten der englischen Krone, den Palast aus. \u201eEin sp\u00e4ter und unfreiwilliger Aussteller in South Kensington\u201c, vermerkt der <em>Daily Telegraph<\/em> im folgenden Jahr verschmitzt zur Er\u00f6ffnung einer Londoner Kunstausstellung, \u201eist der abgesetzte K\u00f6nig von Birma, dessen aus dem Palast von Mandalay gepl\u00fcnderte Sch\u00e4tze in neun Schauk\u00e4sten pr\u00e4sentiert werden \u2026 Ihre Majest\u00e4t (K\u00f6nigin Victoria), so wird angedeutet, soll schon gebeten worden sein, einige der ausgew\u00e4hlten Beispiele, die sich nun in ihrem Besitz befinden, der Ausstellung zu \u00fcberlassen.\u201c<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-16' id='fnref-2176-16' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>16<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die nachhaltige Ausbeutung des Landes gestaltete sich unerwartet schwierig. F\u00fcr eine erfolgreiche Markt\u00f6ffnung brauchte es Eisenbahnen, Stra\u00dfen, Lagerh\u00e4user und Verwaltungsgeb\u00e4ude, die nun erst einmal gebaut werden mussten. Zu diesen einkalkulierten Investitionen in die Infrastruktur kamen gewaltige Kosten f\u00fcr einen Dschungelkrieg, den das widerst\u00e4ndige Volk gegen die Besatzer f\u00fchrte.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-17' id='fnref-2176-17' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>17<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Selbstverst\u00e4ndnis der Kolonialm\u00e4chte, stand ihnen \u201eso lange die Sonne am Himmel scheint\u201c, die Herrschaft \u00fcber die annektierten Territorien zu.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-18' id='fnref-2176-18' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>18<\/a><\/sup> So gerechnet w\u00e4ren die hohen Anfangsinvestitionen vertretbar gewesen, vorausgesetzt nat\u00fcrlich, die Markt\u00f6ffnung zahlt sich in erster Reihe f\u00fcr die Investoren aus. Das war aber nicht so sicher, denn schon in den ersten vier Wochen nach der Annexion wird ein deutscher Handlungsreisender in Mandalay gesichtet.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-19' id='fnref-2176-19' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>19<\/a><\/sup> In China waren die Deutschen zur selben Zeit schon so auff\u00e4llig geworden, dass ein amerikanischer Diplomat seinen englischen Kollegen warnte: Wenn wir nicht aufpassen, \u201ewird der Teutone uns an die Wand dr\u00fccken.\u201c<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-20' id='fnref-2176-20' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>20<\/a><\/sup> Die Briten hatten das \u201eAge of Commerce\u201c ausgerufen, und das sollte nat\u00fcrlich ein britisches Zeitalter sein und keineswegs ein deutsches.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An diesem Punkt unserer Notizen soll Mrs. Leslie Milne zu Worte kommen, die zwei, noch immer \u00e4u\u00dferst lesenswerte, ethnologische Werke \u00fcber die Bewohner der Schan-Staaten in Oberbirma verfasst hat.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-21' id='fnref-2176-21' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>21<\/a><\/sup> Ihr Buch <em>Shans at Home<\/em> enth\u00e4lt die Beschreibung eines von Schan, Kachin und Palaung frequentierten Markts im Jahr 1907. Es g\u00e4be hier, bedauert die Autorin, au\u00dfer ein paar Nadeln und ein paar Rollen Garn keine britischen Waren zu kaufen. Man k\u00f6nne zwar Schuhe und Streichh\u00f6lzer aus Japan, Baumwollstoffe aus Indien und auch K\u00fcchenger\u00e4te und Porzellan aus China kaufen. Aber \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAlle anderen Waren, die nicht aus einheimischer Herstellung sind, sind <em>Made in Germany<\/em>. Es gibt Reihen \u00fcber Reihen von Buden, in denen nur Artikel aus deutscher Produktion verkauft werden. Die Kachin k\u00f6nnen hier den billigen roten deutschen Flanell zum Schmuck ihrer Jacken kaufen und scharlachrote Borten \u2026 einfache Glasperlen \u2026 G\u00fcrtel, Kerosinlampen, Federmesser, Scheren, Bleistifte \u2026 Notizb\u00fccher mit dem Portr\u00e4t der Queen Victoria auf der R\u00fcckseite und der Aufschrift <em>Made in Germany<\/em>; Wolle zum Weben, gef\u00e4rbt mit deutschen Anilinfarben \u2026. deutsche Seiden- und Samtstoffe, Hemden und gewebte Unterw\u00e4sche, gestrickte Kinderm\u00fctzen in scheu\u00dflichen Farben; Umschl\u00e4ge und Briefpapier, glasierte Keramik, Spiegelglas, winzige Metallschachteln (von den Schan als Bettelnussbeh\u00e4lter benutzt), Decken, Porzellantassen (die Schan benutzen keine Untertassen) und Milchk\u00e4nnchen, purpurfarben und schlecht vergoldet, Kn\u00f6pfe aus Bein \u2013 alle diese Artikel und viele andere mehr, gemacht und verarbeitet in Deutschland und von dort exportiert, f\u00fcllen die Schan-M\u00e4rkte und kommen ins Land als Fracht von H\u00e4ndlern, die nach Y\u00fcnnan unterwegs sind.\u201c<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-22' id='fnref-2176-22' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>22<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Industrieproduktion habe, klagt Leslie Milne, die traditionelle Handwerkskunst zerst\u00f6rt. \u201eDinge, die einst die Schan herstellten, werden nun aus Deutschland eingef\u00fchrt.\u201c Die Tatsache wiederum, dass die Deutschen die Profite einstreichen, wo doch die Briten den Markt ge\u00f6ffnet haben, ist ihr ein besonderes \u00c4rgernis. Sie verweist auf die Arbeitslosigkeit in England und fragt: \u201eWarum k\u00f6nnen nicht unsere Kaufleute diese Waren liefern, sodass unsere \u00f6stlichen Besitzungen dem britischen Handel und nicht den deutschen G\u00fctern als Absatzmarkt dienen?\u201c<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-23' id='fnref-2176-23' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>23<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Behauptung der Autorin, die deutschen Exporteure verdr\u00e4ngten nicht nur in den Schan-Staaten, sondern \u00fcberall in \u201eunserem indischen Empire\u201c die Briten von ihren M\u00e4rkten, l\u00e4sst sich, aus Mangel an statistischem Material nicht belegen. Es fehlt an Studien, die sich mit der Handelskonkurrenz auf dem Weltmarkt in den Jahrzehnten vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs besch\u00e4ftigen. Dass die Deutschen sich damals immer gr\u00f6\u00dfere Anteile am Weltmarkt sicherten, ist freilich bekannt, wobei einzelne Zahlen durchaus \u00fcberraschend sind. So etwa Zahlen aus Japan, die zeigen, dass die deutschen Einfuhren von 1889 bis 1896 sich fast verdoppelten, w\u00e4hrend die englischen Einfuhren in dieser Zeit um knapp ein Drittel zur\u00fcckgingen.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-24' id='fnref-2176-24' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>24<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Erkundung der Kriegsursachen ist die Frage nach den objektiven statistischen Gr\u00f6\u00dfen ohnehin nur von untergeordneter Bedeutung, denn f\u00fcr die anti-deutsche Stimmung, die sich in England gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts aufbaute, brauchte es keine genaue Kenntnis der Au\u00dfenhandelszahlen. Die Feindseligkeit resultierte vielmehr auf einem allgemeinen subjektiven Unbehagen an der rasch wachsenden deutschen Wirtschaftsmacht und ihrem Repr\u00e4sentanten, dem aggressiven deutschen Handelsmann.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Furcht vor Intrigen, das hei\u00dft die Sorge vor Rivalen, die den Erhalt und die Vermehrung der Beute gef\u00e4hrden k\u00f6nnten, verfolgte die Briten in Asien und Afrika. Nat\u00fcrlich waren auch die Franzosen vor den Briten in Sorge. Sorgen mussten sich die Briten auch um die Russen machen, die an die indische Grenze heranzur\u00fccken drohten. Die Russen hingegen sorgten sich um Afghanistan und die Intrigen der Franzosen und Briten im Vorderen Orient. So jedenfalls war die Lage im November 1885 als Prendergasts Truppen nach Mandalay zogen, um den weltbesten <em>unopened market<\/em> f\u00fcr das Empire zu erobern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war die Zeit der letzten kolonialen Raubz\u00fcge in Asien, als es kaum noch <em>virgin fields<\/em> gab, in die ein Vordringen gelohnt h\u00e4tte. Nun galt es die Beute (die <em>Besitzungen<\/em>) zu sichern. Die Einfluss-Sph\u00e4ren wurden klar aufgeteilt und die Erwerbungen genau demarkiert, und es schien, als k\u00f6nnten die Kolonialm\u00e4chte fortan in Ruhe die Fr\u00fcchte ihrer Anstrengungen genie\u00dfen. Schlie\u00dflich hatte auch das sp\u00e4t gekommene Deutsche Reich sich noch einen, wenn auch nur bescheidenen Anteil der Beute sichern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorerst hielten die kolonialen Rivalit\u00e4ten das Verh\u00e4ltnis zwischen England, Frankreich und Russland weiter in Spannung. Aber nach und nach gelang es den drei M\u00e4chten, ihre Konflikte durch die gegenseitige Anerkennung ihrer Besitzst\u00e4nde vertraglich zu l\u00f6sen. 1898 kam es (\u00fcber Faschoda) ein letztes Mal zur offenen Konfrontation zwischen England und Frankreich. 1904 aber, mit dem Zusammenschluss zur <em>Entente Cordiale<\/em> waren alle Streitpunkte zwischen den beiden L\u00e4ndern geregelt. 1907, im Vertrag von Sankt Petersburg, einigte sich England dann auch mit Russland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grenzen konnten durch Verhandlungen festgelegt, konnten vermessen und kartographiert werden. Territoriale Konflikte waren also l\u00f6sbar, ein Konflikt um M\u00e4rkte hingegen entzog sich einer vertraglichen L\u00f6sung, war doch der <em>Free Trade<\/em>, die Freiheit des Warenverkehrs, ein Dogma, auf das sich die koloniale Politik bei ihren Annexionen immer wieder berief. So begr\u00fcndete Randolph Churchill, beraten von Freunden aus der Londoner <em>City<\/em>, die Eroberung Birmas mit der Notwendigkeit f\u00fcr immer die Handelsbarrieren zu beseitigen, mit dem der <em>native court<\/em> in seiner Arroganz und Barbarei das K\u00f6nigreich abgeschottet habe.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-25' id='fnref-2176-25' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>25<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstes Sprachrohr der Bellizisten war die einflussreiche <em>Saturday Review.<\/em> Als die Zeitschrift (zu deren Autoren, neben vielen anderen Ber\u00fchmtheiten, William Gladstone z\u00e4hlte) 1894 eine Kampagne gegen \u201eEnglands traditionell pro-deutsche Politik\u201c begann, galt die Haltung der Herausgeber nach ihrer eigenen Einsch\u00e4tzung als reichlich exaltiert. Kaum jemand h\u00e4tte sich damals einen Krieg zwischen den beiden gro\u00dfen protestantischen M\u00e4chten \u201eso alike in temperament and genius\u201c vorzustellen vermocht. Aber schon 1897 konnte sich die Zeitschrift \u00fcber einen Wandel in der \u00f6ffentlichen Meinung freuen. Ihre Parole <em>Germania est delenda<\/em> (Deutschland muss ausgel\u00f6scht werden) fand nun viel Beifall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <em>Saturday Review<\/em> analysiert die Lage in gro\u00dfer Offenheit aus der Sicht des Gentleman-Kapitalisten, der von seinen Renten und Aktieneink\u00fcnften lebt und den eigenen Hausierer (pedlar) nicht weniger als den deutschen H\u00f6ker (bagman) verachtet. Dabei werden die Deutschen sogar recht freundlich beurteilt. Sie seien \u201eFleisch vom selben Fleisch und Blut vom selben Blut, mit geringerer Willenskraft, aber vielleicht sch\u00e4rferer Intelligenz.\u201c England, so hei\u00dft es, habe freilich den Vorteil, einer \u201elangen Geschichte erfolgreicher Aggression und der wunderbaren \u00dcberzeugung, es verbreite durch die Wahrnehmung der eigenen Interessen, Licht unter den im Dunkeln hausenden V\u00f6lkern.\u201c<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-26' id='fnref-2176-26' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>26<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei aller Verachtung f\u00fcr die heuchlerischen Kr\u00e4merseelen war sich die <em>upper class<\/em> doch auch bewusst, dass sie die Annehmlichkeiten ihres Daseins den <em>manufacturing and trading classes<\/em> verdankte. Verdr\u00e4ngen nun die deutschen H\u00f6ker die englischen Hausierer auf dem Weltmarkt, so schrumpfen auch die Eink\u00fcnfte des Gentleman-Kapitalisten, ein misslicher Umstand, der bedauerlicherweise zum Krieg f\u00fchren wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWo immer es gilt eine Mine auszubeuten, eine Eisenbahnlinie zu bauen, einen Eingeborenen von der Brotfrucht zum B\u00fcchsenfleisch und von der Enthaltsamkeit zum Gin zu bekehren, streiten sich ein Deutscher und ein Engl\u00e4nder darum, Erster zu sein. Eine Million kleinlicher Streitereien wachsen sich zum gr\u00f6\u00dften Kriegsgrund aus, den die Welt je gesehen hat. W\u00fcrde Deutschland morgen ausgel\u00f6scht, g\u00e4be es \u00fcbermorgen keinen Engl\u00e4nder, den das nicht reicher gemacht h\u00e4tte. Staaten haben jahrelang um eine Stadt oder eine Thronfolge gek\u00e4mpft, und da sollte einer nicht um ein Handelsvolumen von zweihundert Millionen Pfund k\u00e4mpfen?\u201c<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-27' id='fnref-2176-27' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>27<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man von Gentleman zu Gentleman in k\u00fchler Berechnung zum Ergebnis kommt, dass ein Handelsvolumen von zweihundert Millionen Pfund einen Krieg unbedingt lohnenswert macht, ist diese Erkenntnis f\u00fcr sich genommen nicht viel Wert. Da werden doch nur wieder Verd\u00e4chtigungen laut, bestimmten Leuten gehe es nicht um das Wohl der Nation, sondern nur um die eigenen Profite. Und das Versprechen, dass ein Krieg <em>jeden<\/em> Engl\u00e4nder reicher machen wird, hilft dann auch nicht weiter. Mit ihrem unaufhaltsamen Vordringen auf den M\u00e4rkten hatten die Deutschen zwar den \u201egr\u00f6\u00dften Kriegsgrund der Welt\u201c geschaffen, aber es stand zu bef\u00fcrchten, dass die englische \u00d6ffentlichkeit das nicht so richtig begreifen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu brauchte es eine massenwirksame Kampagne. Freilich taugte der Handelsmann mit seinem Musterk\u00f6fferchen nicht zum popul\u00e4ren Schurken.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-28' id='fnref-2176-28' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>28<\/a><\/sup> Die Bellizisten entschieden sich, psychologisch \u00fcberaus geschickt, f\u00fcr einen Rollentausch. Mit seiner Pickelhaube als unverwechselbarer Ikone, ersetzte der preu\u00dfische Infanterist, der gef\u00e4hrlich wirkte, aber f\u00fcr das Inselvolk keine wirkliche Gefahr darstellte, den deutschen Kaufmann, der so harmlos aussah, aber als Konkurrent brandgef\u00e4hrlich war.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-29' id='fnref-2176-29' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>29<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Massenpresse, der die Aussicht auf einen Krieg eine erwartungsvolle Leserschaft und also eine Auflagenstei\u00adgerung garantierte, brachte den notwendigen Schwung in die Kampagne.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-30' id='fnref-2176-30' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>30<\/a><\/sup> So wurde die Wahrnehmung der durchaus realen wirtschaftlichen Bedrohung von der Angst vor einer irrealen milit\u00e4rischen Bedrohung, die sich bald zur Hysterie steigerte, \u00fcberlagert.<sup class='footnote'><a href='http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176#fn-2176-31' id='fnref-2176-31' onclick='return fdfootnote_show(2176)'>31<\/a><\/sup> Erstaunlich ist dabei nur, dass der Krieg erst im August 1914 ausbrach.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Berlin, Dezember 2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a9 2015 Amanda Kwan &amp; Ulrich Neininger (u.neininger@hotmail.com)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Amanda Kwan &amp; Ulrich Neininger,\u00a0Notizen zur Politik, Gesellschaft und Kultur im Grenzgebiet von China, Birma und Laos (4). Must get those old glasses of mine set right. Goerz lenses six guineas. Germans making their way everywhere. Sell on easy terms &hellip; <a href=\"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2176\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6Wjv0-z6","jetpack-related-posts":[{"id":2034,"url":"http:\/\/ulrichneininger.de\/?p=2034","url_meta":{"origin":2176,"position":0},"title":"Eine unkonventionelle Grenzziehung","date":"13. November 2014","format":false,"excerpt":"Amanda Kwan & Ulrich Neininger,\u00a0Notizen zur Politik, Gesellschaft und Kultur im Grenzgebiet von China, Birma und Laos (3). 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